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07.12.2015 
news

Der Gotthard-Basistunnel: cablex sorgt für Sicherheit.

Von März 2015 bis Mitte Mai 2015 installierten durchschnittlich sechs cablex Mitarbeiter (Elektriker und LWL-Spleisser) die Rauch- und Brandorterkennung im Gotthard-Basistunnel (GBT).

In den beiden getrennten Tunnelröhren hat es jeweils 2 Multifunktionsstellen (MFS). Diese MFS dienen im Ereignisfall als Nothaltestellen. Ebenso kann vor und nach der MFS die Tunnelröhre gewechselt werden. Dies kann sowohl bei einem Wartungsintervall als auch in einem Ereignisfall nötig sein. In jeder MFS installierte cablex 14 Wärmebildkameras und 7 Brandmelder. cablex verlegte 18‘000 m Stromkabel, 8‘000 m LWL-Kabel, 1‘800 m Datenkabel und bohrte 10‘000 Befestigungslöcher. Neben den Multimode-Spleissungen durften wir auch die FibroLaser-Kabel spleissen. Diese Kabel können auf wenige Meter genau orten, wo in einem Tunnel die Temperatur ansteigt, und so auf einen Brandherd hinweisen. Die gesamte Installation dient letztendlich der Sicherheit und steuert direkt die 7 Abluftventilatoren an.

Die cablex Mitarbeiter mussten sich eineinhalb Monate vor Arbeitsantritt im Gotthard-Basistunnel  einer Belastungsprüfung unterziehen. Unter anderem gab es neben den theoretischen Sicherheitsschulungen auch eine medizinische Vorsorgeuntersuchung mit einem Belastungs-EKG. Erst nach dem Vorliegen aller Freigaben durften die cablex Mitarbeiter in den GBT.

Die Tunnelarbeit war körperlich und mental sehr herausfordernd. Die Temperaturen lagen bei 28 Grad– mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Der permanente Lärmpegel war sehr hoch einzustufen und war sicherlich auch mental eine hohe Belastung. Das Arbeitsmaterial musste jeweils 3 Wochen vor Arbeitsbeginn angemeldet werden, damit dieses für den Zugtransport eingeplant werden konnte, genauso wie die Mitarbeitenden. Alle Arbeiter mussten jeweils den Zug ab Erstfeld in den Tunnel nehmen, welcher bereits um 06.15 Uhr losfuhr. Falls Werkzeug oder Material vergessen ging, konnte dieses am selben Tag nicht mehr geholt werden. Gegen 16.45 Uhr fuhr der Zug wieder aus dem Tunnel heraus und die Mitarbeiter sahen nach einem strengen Arbeitstag erstmals wieder das Tageslicht.

Im Gegensatz zu Erstfeld konnten die Mitarbeiter in Faido sogar mit dem Auto in den Tunnel fahren. Die Schlüssel mussten sie im Auto stecken lassen, um bei einem Notfall den Tunnel so schnell wie möglich verlassen zu können. Das gegenseitige Vertrauen im Tunnel ist sicherlich nicht nur in diesem Fall hoch zu werten.

Wenn Frédéric Häusermann als Projektleiter den Tunnel besuchte, nahm er sein Fahrrad mit. Sobald er seine Arbeiten erledigt hatte, begab er sich mit seinem Fahrrad und einer Stirnlampe auf den 60-minütigen Rückweg aus dem 57 km langen Tunnel.

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Hier einige Impressionen von der Arbeit im Gotthard-Basistunnel.


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