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cablex AG | Tannackerstrasse 7 | 3073 Gümligen |

11.04.2016 
news

Hangrutsch im Calancatal.

Am Montag, den 7. März 2016, hat sich ca. um 19.15 Uhr von der Ostwand des Calancatals im italienischsprachigen Gebiet von Graubünden ein Hangrutsch gelöst. Der Hangrutsch hat die Kantonalstrasse auf Höhe der Ortschaft Buseno getroffen und diese schwer beschädigt. Dabei wurde auch die Leitung von Swisscom beschädigt und es wurden alle darin enthaltenen Kabel abgerissen. 

Für das Calancatal stellt diese Strasse den einzigen Zugangsweg dar sowie die einzige Trasse für die Telekommunikationsverbindungen. Die 400 Einwohner des Tals waren daher von der Aussenwelt abgeschnitten, da sie weder die Strasse nutzen noch kommunizieren konnten. Tatsächlich war das beschädigte Glasfaserkabel die einzige Verbindung der Zentrale in Selma, an die alle Nutzer nördlich des Hangrutsches sowie die Antennen des Mobilfunknetzes angeschlossen sind.

Bereits am Dienstagmorgen haben die Mitarbeiter von cablex Region Süd vor Ort den Schaden begutachtet, um abzuschätzen, welche Arbeiten für die Wiederherstellung der beschädigten Verbindungen nötig waren. Vor Ort bot sich ihnen ein beeindruckendes Bild: Felsmassen so gross wie ein Lastwagen hatten die Strasse völlig zerstört und auf einer Länge von ca. 200 m unter sich begraben. Die einzige Möglichkeit zur Wiederherstellung der Versorgung bestand im Bau einer provisorischen Freileitung mit einem 20x2-Kupferkabel und einem 48-Fs-Glasfaserkabel. Es war sofort klar, dass die Reparaturarbeiten mindestens zwei Tage dauern würden, weshalb Swisscom entschied, den Gemeinden im Tal Satellitentelefone für die Kommunikation im Notfall zur Verfügung zu stellen, bis die Leitungen repariert waren.

In einem nördlich des Hangrutsches gelegenen Kabelraum wurden die vorhandenen Kabel, die in Richtung Norden verlaufen, mit den verlegten neuen provisorischen Kabeln verbunden (Glasfaser 48 Fs und Kupferkabel 20x2). Es wurden provisorische Rohre für den Ausgang aus dem Kabelraum verlegt.

Der Hangrutsch bedeckt nahezu die gesamte Hangseite des Tals, praktisch bis zum Fluss. Um zu vermeiden, dass während der Arbeiten zur Instandsetzung der Kantonalstrasse die provisorischen Kabel beschädigt werden, beschloss man, diese in einer Freileitung auf der gegenüberliegende Seite des Flusses Calancasca zu verlegen. Wir haben dabei vorhandene Masten genutzt (Strom, Strassenbeleuchtung) und zwei provisorische neue Telefonmasten aufgestellt. Ausserdem wurden bestehende Strukturen wie Brücken und ein Damm genutzt.

Nach einer provisorischen Streckenführung über 800 m verläuft diese vom Beleuchtungsmast aus wieder zur Kantonalstrasse südlich des Hangrutsches hinauf, wo die provisorischen Kabel wieder in die bestehende Leistungsstrecke eingehen und mit den in südliche Richtung verlaufenden bestehenden Kabeln verbunden wurden.

Dank des schnellen Handelns der 15 Mitarbeiter der Bereiche Service und Netzbau von cablex, die umgehend vor Ort waren, konnten die Kommunikationsverbindungen bereits am Donnerstagvormittag wiederhergestellt werden. Der Kunde Swisscom sowie die Einwohner des Tals waren mit der Qualität und der Geschwindigkeit der von cablex durchgeführten Arbeiten äusserst zufrieden. Ein grosses Dankeschön an alle beteiligten Mitarbeiter!

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Hier einige Impressionen


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