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cablex AG | Tannackerstrasse 7 | 3073 Gümligen |

12.04.2017 /  Denise Schneider
news

Denise will es wissen - cablex geht hoch hinaus, damit der Anschluss gewährleistet ist.

Was passiert, wenn jemand einen zusätzlichen Anschluss wünscht, aber das Kabel keine Kapazität mehr hat? cablex rufen, heisst für unsere Kunden die richtige Antwort. Denn wir ziehen Kabel schnell, präzise und auch über Stock und Stein und in luftiger Höhe.

Ich begleitete das Freileitungsteam aus Inwil unter der Leitung von Lukas Kamber. Treffpunkt war früh am Morgen in einem Café in Altdorf. Ich war überrascht, eine so grosse Mannschaft anzutreffen, und deshalb noch gespannter, was mich erwarten würde. Begleitet wurde ich von unserer Lernenden, Ajla Cekic. Sie wollte so die Arbeit von cablex kennenlernen. Noch in der Wärme des Treffpunkts wurden viele Informationen ausgetauscht und wir wurden aufgeklärt, welche Arbeiten wir im Feld antreffen würden. Ein Eigentümer vermietet neu eine Einliegerwohnung an einem schönen Hang in Bürglen. Das Kabel, das zu diesem Haus führt, hatte leider keine Kapazität mehr für einen zusätzlichen Anschluss. Es handelte sich dabei um ein 6er-Kabel, wie wir erfahren durften. cablex war beauftragt, ein 10er-Isoport-Kabel einzuziehen, um den neuen Anschluss zu gewährleisten. Keine einfache Sache in dem Gelände. Mich erstaunte, dass die anfallenden Kosten (ca. 10 000 CHF) von Swisscom übernommen werden, da es sich um die Grundversorgung handelt.

Wir fuhren gemeinsam nach Bürglen und verschafften uns einen Überblick. Wir hatten Glück, der Föhn besorgte uns warme 12 Grad – und dies im Dezember. Der Weg des Kabels führte über einen Bach. Dies bedeutete, cablex musste eine kleine Weitspannung vornehmen. Der Abstand zwischen den zwei Freileitungen betrug gegen 130 m.

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Vor Ort befanden sich zwei Freileitungsmonteure, drei Netzelektriker-Lernende sowie ein Spleisser. Nun ging es darum, das 6er-Kabel, das vom KES (Kleineinstiegschacht) kam, durch ein 10er-Kabel auszutauschen. Ich war begeistert, wie problemlos und schnell dies vonstattenging und jeder wusste, was zu tun war.

Die Arbeit des Spleissers.

Ein Netzelektriker-Lernender und der Spleisser (mit einem schwer verständlichen Urner Dialekt :)) machten sich daran, das Kabel im Schacht zu spleissen. Die Muffe, also der Ort, wo das Kabel aus dem KES mit der Freileitung zusammenkommt, wurde vorbereitet.

Der Netzelektriker-Lernende spleisste die Muffe für das neue 10er-Kabel im Schacht, während der Spleisser das neue Kabel unterirdisch zum Mast zog. Dieses wurde beim Überspannungsableiterkasten ST 10 Hybrid, der am Mast hing, gespleisst.

Früher erfolgten diese Spleissungen im SKT (Spleisskasten SKT 30) hoch oben auf dem Mast. Heute werden sie vorwiegend im Überspannungsableiterkasten ST 10 Hybrid durchgeführt. Das vereinfacht vieles und ist sicherer. Aus diesem Grund wurde der SKT abmontiert.

Die Arbeit des Freileitungs-Monteurs auf der Seite des Schachtes.

Zeitgleich waren die zwei Freileitungsmonteure und die anderen beiden Netzelektriker-Lernenden damit beschäftigt, das Kabel über dem Bach auszutauschen. Am Vortag waren die zwei Zug- und Druckstreben beim Abspannmast ausgetauscht worden (siehe Bild), da diese das Ende ihres Lebenszyklus erreicht hatten. Ein Freileitungsmast hält übrigens 40 bis 45 Jahre. Sehr beeindruckend, wenn man bedenkt, dass diese jahrein, jahraus allen Wetterbedingungen ausgesetzt sind.

Das alte Kabel wurde an einer Schnur befestigt und ans Bachufer gezogen. Dann wurde das neue Kabel an der Schnur befestigt und auf die andere Seite des Baches gezogen.

Die Spannung darf nicht zu hoch sein, denn durch Schnee und Vereisung wird die Traglast noch höher, was bei zu starker Spannung zu Kabelbruch führen könnte.  

Das Kabel wurde nun über das Tragseil, das Teil des Kabels ist (siehe Foto), beidseitig am Mast befestigt. Damit es festgemacht werden kann, muss das Tragseil über eine kurze Distanz vom Kabel getrennt werden. Im Überspannungsableiterkasten ST 10 wurde nun dieses Kabel mit jenem aus dem Schacht verspleisst.

Die Arbeit des Freileitungsmonteurs auf der Seite des Anschlusses.

Gleichzeitig hatten der zweite Freileitungsmonteur und sein Netzelektriker-Lernender eine Handvoll zu tun. Sie mussten zwei Spleissungen vornehmen.

Es gab eine Spleissung am SKT (erster Mast nach dem Bach). Die Spleissungen wurde hier am SKT gemacht, da das Kabel direkt oberirdisch weitergeht.

Leider konnte ich davon keine Nahaufnahmen machen, dazu hätte ich entweder durch den kalten Bach steigen oder einen 10-minütigen Fussmarsch auf mich nehmen müssen. 

Zusätzlich wurde eine Spleissung am Überspannungsableiterkasten ST 10 des zweiten Mastes nach dem Bach vorgenommen. Ab da wurde das Kabel mit genügend Adern verlegt und konnte so zum Anschluss geführt werden.

Zeichnung für die Übersicht: Bei den roten Vierecken muss eine Spleissung vorgenommen werden.

Zeichnung für die Übersicht.

cablex organisiert bei einem solchen Auftrag alle administrativen Aufgaben. Wir informieren zum Beispiel die Anwohner, dass für eine gewisse Zeit das Netz unterbrochen sein wird. Weiter werden Bewilligungen eingeholt und falls nötig Helikoptertransporte organisiert. Zusätzlich prüft cablex nach Abschluss der Arbeiten, ob der Anschluss der einzelnen Anwohner zur richtigen Nummer führt und ob die Spleissungen und Arbeiten korrekt ausgeführt wurden.

Was mich und Ajla am meisten faszinierte, war die Abstimmung unter allen Beteiligten. Jeder wusste, was zu tun war, und unterstützte seine Teamkollegen, wo immer Not am Mann war. Es wurde Hand in Hand gearbeitet, und dies mit viel Herzblut.

Wir konnten nur den Freileitungsmonteuren auf der einen Bachseite persönlich "Tschüss" sagen. Aber da unsere Kollegen bestens ausgerüstet waren, funkten wir einen Gruss auf die andere Bachseite und winkten uns so zum Abschied. Kommunikation über die Distanz, wie wir sie auch unseren Kunden ermöglichen. Es war ein schöner Abschluss unseres Besuchs im Feld.

Für mich bleibt vor allem der Eindruck, dass Freileitungsmonteure sehr viel in der Natur sind, an abgelegenen Orten arbeiten und dies auch schätzen. Die Arbeit ist energiegeladen und gibt viel zurück.


Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Wir sind für Sie da.

Wollen Sie mehr über unsere vielfältigen Dienstleistungen in den Bereichen Telekommunikation, Transport, Energie oder Behörden/Grossunternehmen wissen, dann kontaktieren Sie uns!

Wir sind gerne für Sie da.

Denise Schneider


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