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29.08.2017 /  Denise Schneider
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Die ersten Netzelektriker EFZ mit Schwerpunkt Telekommunikation sind ausgebildet.

Es war ein langer Weg, bis im Sommer 2017 die ersten Netzelektriker EFZ mit Schwerpunkt Telekommunikation ihr Fähigkeitszeugnis entgegennehmen konnten. cablex initiierte diese Ausbildung vor gut acht Jahren und darf heute auf die "eigenen" ersten 19 Netzelektriker EFZ stolz sein. Doch von Anfang an:

Früher konnte man mit einer zweijährigen Anlehre die praktischen Fähigkeiten erlangen, um die grundlegenden Arbeiten im Telekommunikations-Netzbau auszuführen. Mit dem neuen Berufsbildungsgesetz 2004 wurde die Anlehre abgeschafft. Als führender Anbieter von zukunftsorientierten ICT- und Netzinfrastruktur-Lösungen sind wir auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Deshalb wurde mit der neuen Ausgangslage ein Ausbildungskonzept entwickelt und die Berufsausbildung neu geregelt.

Vor gut acht Jahren wurde das Gespräch mit dem Verband Schweizerische Elektrizitätsunternehmen (VSE) gesucht. Aufgrund des dannzumal neuen Berufsbildungsgesetzes war die Ausbildung Netzelektriker EFZ ebenfalls im Umbruch. "Früher erstellte jeder der sechs Prüfungsorte die Prüfungen selbstständig. Es musste sich vieles ändern, damit wir den Beruf weiterhin attraktiv gestalten konnten. So kam die Anfrage von cablex gerade zum richtigen Zeitpunkt", so Toni Biser vom VSE. 

Aufteilung in drei Schwerpunkte.
Der verantwortliche Leitungsausschuss gab einer Projektgruppe den Auftrag, ein neues Berufsbild zu erarbeiten. Die Ausbildung sollte in drei Richtungen gegliedert werden: "Energie", "Fahrleitung" und "Telekommunikation". Vertreter aus jedem Schwerpunktbereich trafen sich regelmässig und erstellten auf den bestehenden Energie-Grundlagen die zwei neuen Schwerpunkte. Während gut zwei Jahren wurden dann die Unterlagen für den Schwerpunkt Telekommunikation erarbeitet. Es mussten überbetriebliche Kurse konzipiert und der Stoff für die Berufsschule zusammengestellt werden. Sehr viele cablex Fachkräfte investierten viel Zeit, um ihr Wissen weiterzugeben und die Schulungsdokumentationen zu erarbeiten.

Aller Anfang ist schwer.
2014 starteten die ersten 27 Netzelektriker EFZ Schwerpunkt Telekommunikation ihre Lehre. "Man merkte schon, dass wir in der ersten Ausführung dieser Ausbildung waren. Es funktionierte noch nicht alles, wie es sollte. Dennoch hatten wir viel gelernt und es machte Spass, dabei zu helfen, die Ausbildung zu verbessern", sagt Florian Diener, Netzelektriker-Lernender bei cablex, heute.

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Hier einige Eindrücke aus den überbetrieblichen Kursen.


Bereits für den nächsten Jahrgang (Start 2015) optimierte man Verschiedenes. Werkzeuge und Schuhwerk mussten anders organisiert werden. Auch der Lerninhalt wurde stetig angepasst. Nach jedem Lehrgang werden Anpassungen vorgenommen, um die Ausbildung und Prozesse noch besser zu gestalten.

Im Sommer 2017 fanden die ersten Prüfungen, unter grosser Beteiligung von cablex Fachkräften, statt.

Die Prüfung bestand aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil. Das Resultat war sehr positiv, 25 von 27 Lernenden bestanden die Prüfung. Auch hier galt es, Erfahrungen zu sammeln, weil man vorher noch nie solche Prüfungen abgenommen hatte.

Gruppenbild mit Fachexperten.

Erste Netzelektrikerin EFZ Schwerpunkt Telekommunikation schliesst 2018 ab.

"Es ist sehr schwer, heutzutage die jüngere Generation für diese Ausbildung zu motivieren. Es wird viel gefordert, sei es bei der Arbeit auf den Freileitungen, der feinen Arbeit beim LWL-Spleissen oder der sehr physischen Arbeit beim Kabelzug", sagt Gianluca Mocci, Ausbildner bei cablex.

Tiziana Conzett.

Dennoch entschied sich Tiziana Conzett für die Ausbildung. Sie begann ihre Netzelektrikerlehre vor zwei Jahren und schätzt die Abwechslung. "Natürlich höre ich ab und zu Sprüche auf der Baustelle, aber da habe ich gelernt, mich zu wehren, und teile gerne auch selber aus." Auf der Arbeit und in der Schule wird Tiziana als Fachkraft sehr geschätzt.

Die Reise des Netzelektrikers EFZ Schwerpunkt Telekommunikation geht weiter.

"Ausruhen kann man sich aber nicht. Jetzt geht es weiter mit der höheren Berufsbildung. Ziel muss es sein, dass man sich nach der Lehre zum Netzfachmann mit eidg. Fachausweis (FA) und später sogar zum eidg. dipl. Netzelektrikermeister Schwerpunkt Telekommunikation ausbilden kann", so Peter Zbinden, welcher die Unterlagen für die Berufsschule und die mündliche und schriftliche Lehrabschlussprüfung erstellt hat und sich aktiv in der Kommission Berufsentwicklung & Qualität sowie im Projekt Höhere Berufsbildung engagiert.


Stefan Salzmann, CEO IED Gruppe.

Präsident des SNIV (Schweizer Netzinfrastrukturverband).

„Herzliche Gratulation den Absolventen. Vielen Dank den Kräften, die diese Spezialisierung im Beruf des Netzelektrikers möglich gemacht haben. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Netzelektriker gehören zu den gesuchtesten Berufsgruppen, der Weg der Weiterbildung steht bis ganz nach oben offen.“


Für uns sind die Netzelektriker die Fachkräfte unserer Zukunft und somit unser Kapital.

Netzelektriker EFZ Schwerpunkt Telekommunikation ein Beruf mit vielen Facetten. Sei es hoch oben auf dem Freileitungsmast, im Schacht beim Kupfer- oder Glasfaserkabel-Spleissen, beim Kabelzug oder auf dem Feld mit dem Messgerät.

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