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19.11.2018  /  Jasmin Schuoler
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Fit für die Zukunft – unsere Netzelektriklernenden werden zu den Fachkräften von morgen ausgebildet.

Kürzlich erhielt cablex Einblick in den zweiten überbetrieblichen Kurs der Netzelektriklernenden im ersten Lehrjahr. Im Bildungszentrum der BKW Energie AG in Kallnach konnten 34 Lernende aus der Umgebung Bern vier Tage lang ihr Basiswissen im Bereich Freileitungen vertiefen. Dabei wurden knapp 80 DIN-A4-Seiten Theorie gebüffelt, praktische Übungen durchgeführt und Prüfungen absolviert. Die Noten sind bereits relevant für das Qualifikationsverfahren (QV) der Lehrabschlussprüfung, das die Lernenden im Frühling 2021 erwartet.

Zum zweiten überbetrieblichen Kurs (ÜK) trafen sich die Netzelektriklernenden des ersten Lehrjahrs aus verschiedenen Betrieben – AEK onyx AG, Arnold AG, BKW Energie AG, cablex AG, Energie Wasser Bern und neun weiteren Unternehmen – und den Kantonen Bern, Fribourg, Solothurn und Wallis. Der Kurs startete am Dienstagmorgen pünktlich um 07.30 Uhr. Für die Lernenden galt ein striktes Handyverbot – all ihre Aufmerksamkeit sollte dem zu erlernenden Stoff gelten. Das viertägige Programm war tough! Die jungen Leute hatten innert kürzester Zeit enorm viel zu lernen. 

Mit einer halbtägigen theoretischen Einführung in das Thema Freileitungen wurde der erste ÜK-Tag eröffnet. Am Nachmittag fanden bereits erste praktische Arbeiten statt. Dabei übten die Lernenden den Bögli- und den Linienbund, erhielten eine Telekommunikationshauseinführung und befassten sich mit einem Kreuzbild an Holzmasten. Auch der zweite Tag wurde intensiv dazu genutzt, die Ausführung der genannten Arbeiten zu vervollkommnen und sich weiteres Wissen rund um Freileitungen anzueignen. Am Donnerstag wurde es dann ernst: Das Erlernte wurde in vier Kleingruppen abgefragt. Um 07.30 Uhr begann die erste Prüfung, die 70 Minuten dauerte. Anschliessend rotierten die Gruppen, bis alle vier Prüfungen bestritten waren.

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Der Böglibund

Befestigung eines blanken Leiters (ohne Isolation) an einem keramischen Isolator mittels eines Aluminium- oder Kupferdrahtbügels und eines Aluminium- oder Kupferdrahts.


Der Linienbund

Befestigung eines blanken Leiters (ohne Isolation) an einem keramischen Isolator mittels eines Kupferdrahts.


Die Telekommunikationshauseinführung

Endpunkt der Freileitung an der Hausfassade (Fixierung) und Verbindung bis zum Endpunkt im Haus (Grobsicherung).


Das Kreuzbild an Holzmasten

Korrektes Bohren und Fixieren von Isolatoren und Abspannmaterial an Holzmasten (Richtung und Höhe), auch unter Berücksichtigung von Leiterverläufen, die sich am selben Mast kreuzen (sogenanntes Kreuzbild am Mast).

Die Lernenden waren sichtlich nervös, da sie mit diesen Prüfungen bereits Vornoten für ihr QV erzielten. Der Anspruch, die gelernten Arbeiten gemäss den geltenden Ansprüchen an die Qualität umzusetzen, war hoch. Die ÜK-Instruktoren vor Ort nahmen sich nach jeder absolvierten Arbeit Zeit, um die Ergebnisse individuell mit den Lernenden zu besprechen. Diesen wurde somit klar, was sie bereits gut im Griff haben und wo noch Potenzial für Verbesserungen vorhanden ist. Am Nachmittag erwartete die Lernenden dann eine Theorieprüfung, in der sie ihr Wissen bezüglich des Bögli- und des Linienbunds, der Telekommunikationshauseinführung und des Kreuzbilds am Holzmast zum Besten geben mussten.

Nach diesem anstrengenden Tag freuten sich die jungen Leute verständlicherweise besonders auf den Feierabend! Wie jeden Abend gingen sie gemeinsam in einem Restaurant in der Nähe zum Nachtessen. Sie nutzten die Gelegenheit, Tipps und Tricks rund um das Erlebte auszutauschen. Am Freitag, dem vierten und letzten Tag des ÜK, standen noch das Verbinden von Leitern, das Prüfen von Spannung und Kurzschluss sowie das Beurteilungsgespräch – inklusive Benotung der praktischen Arbeiten – auf dem Programm.

An diesen vier Tagen wurden die Lernenden stets gefordert. Sie konnten sich neues Wissen aneignen und gewannen Sicherheit in verschiedensten praktischen Arbeiten. Jetzt sind sie auf einem guten Weg, in den kommenden Jahren nach und nach die Netzelektrikwelt kennenzulernen und zu unseren Fachkräften von morgen zu werden.

Ein herzliches Dankeschön an die Kurskommission der Region Bern! Es hat grossen Spass gemacht, einen Einblick in den ÜK der Netzelektrikerinnen und ‑elektriker zu erhalten.

Die Netzelektriklernenden werden neben dem Bildungszentrum der BKW Energie AG in Kallnach auch in Luzern, Lenzburg und Chur sowie im Tessin in Bodio (auf Italienisch) und bei CIFER in Penthalaz in der Westschweiz (auf Französisch) ausgebildet.


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