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04.02.2019  /  Jasmin Schuoler
news

Voller Einsatz unserer Lernenden – auch bei eisiger Kälte.

Unsere Fachkräfte von morgen.

Am dritten überbetrieblichen Kurs (ÜK) der Netzelektrikerlernenden im ersten Lehrjahr wurde das Basiswissen rund um Freileitungen, das im vorangegangenen Kurs vermittelt wurde, erweitert. Die 37 Teilnehmenden haben im Bildungszentrum der BKW Energie AG in Kallnach zuerst einiges an Theorie gelernt und das neue Wissen dann direkt im Anschluss in die Praxis umgesetzt und umfassend eingeübt.

Am Mittwochmorgen, 12. Dezember 2018, 09.00 Uhr, erhielt cablex einen weiteren Einblick in einen überbetrieblichen Kurs der Netzelektrikerlernenden. Nach einem eineinhalbstündigen Theorieblock machten sich die Teilnehmenden bei minus drei Grad auf den Weg zum Übungsplatz, wo sie vier Gruppen bildeten. Nun galt es, das in der Theorie Erlernte in der Praxis zu vertiefen. Jede Gruppe wurde von einem Instruktor geleitet, der die anstehenden Arbeiten vorführte, bevor die Lernenden selbst Hand anlegen mussten. Bei Fragen stand der Instruktor mit Ratschlägen zur Verfügung, und schliesslich nahm er die Arbeiten ab. Stellte er Auffälligkeiten fest, besprach er sie direkt. So konnten die Lernenden möglichst viel neues Wissen vom ÜK in ihren Berufsalltag mitnehmen.

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Anfang und Ende eines Leiters abspannen.

Im ersten respektive letzten Schritt wird der Leiter- oder Kabelanfang am Freileitungsmast befestigt. Damit wird sichergestellt, dass sich bei einem Leiter- oder Kabelnachzug über mehrere Stangen nichts lösen kann. Im Energiebereich erfolgt diese Befestigung mithilfe eines Endbunds auf einem Isolator, während im Bereich Telekommunikation meist Abspannspiralen verwendet werden.


Leiter oder Luftkabel abspannen.

Bei einer Freileitung werden Leiter (im Bereich Energie) und Kabel (im Bereich Telekommunikation) auf jedem einzelnen Mast abgespannt, damit das Material richtig fixiert ist. Zudem lässt sich auf diese Weise der Durchhang des Kabels bzw. Leiters in der Luft (zwischen den Masten) minimieren, wobei gegebenenfalls auch nachgezogen wird. Im Bereich Energie geschieht dies mit den sogenannten Bunden (Linienbund oder Böglibund – siehe auch den Artikel zum vorigen ÜK-Besuch: Fit für die Zukunft – unsere Netzelektriker werden zu den Fachkräften von morgen ausgebildet), im Bereich Telekommunikation mit Abspannspiralen.


Holzmast stellen und richten.

Nach dem Ausmessen und der Beschaffung des Holzmasts wird mit dem eigentlichen Bau begonnen. Dazu wird das Mastloch ausgehoben. Es ist dabei zwingend, dass die Einbautiefe berechnet und der Aushub entsprechend gemacht wird. Im Anschluss erfolgt das Aufstellen des Masts. Dafür wird das Locheisen ins Loch gestellt, damit der Mast beim Aufstellen gut gleiten kann. Daraufhin wird der Mast von Hand angehoben und, mit Stichern gestützt, in die Senkrechte gebracht. Dann wird er mit einem Drehhaken gerichtet, damit er korrekt in der Reihe steht. Schliesslich wird der Mast verkeilt und das Terrain wird wieder ausgeebnet.


Strebenanschnitt errichten.

In diesem überbetrieblichen Kurs wurde auch die Verstrebung von Masten geübt. Dabei geht es darum, Masten so zu stützen, dass sie unabhängig von den Richtungen der Drähte und den entsprechend auf den Mast einwirkenden Kräften nicht umfallen können. Dazu werden Streben oder Anker verwendet. Streben stützen Masten direkt, Anker halten sie über ein Stahlseil in der korrekten Position.

Für die Lernenden sind die ÜK ausgesprochen wertvoll: Zum einen werden ihnen die Arbeiten im Frontalunterricht theoretisch erklärt, zum anderen bietet sich die Möglichkeit, die Theorie auf dem Übungsplatz in die Praxis umzusetzen und zu vertiefen. Dabei können auch Unklarheiten und Fragen geklärt werden. So bauen die Expertinnen und Experten von morgen ihr Können und Wissen von ÜK zu ÜK laufend aus.

All das wäre aber ohne die Instruktoren nicht möglich. Zu sehen, mit welch grossem Engagement und mit wie viel Geduld sie ihr Wissen an die künftigen Fachkräfte weitergeben, ist eine grosse Freude. Dieser Einsatz ist wirklich beeindruckend – und er ist auch unverzichtbar, da es gilt, das Ausbildungsniveau in dieser Branche zu sichern.

Ein herzliches Dankeschön an die Kurskommission der Region Bern. Es hat grossen Spass gemacht, einen weiteren Einblick in den ÜK der Netzelektrikerinnen und ‑elektriker zu erhalten.

Die Netzelektrikerlernenden werden vom Bildungszentrum der BKW Energie AG in Kallnach und ausserdem auch in Luzern, Lenzburg und Chur sowie im Tessin in Bodio (auf Italienisch) und bei CIFER in Penthalaz in der Westschweiz (auf Französisch) ausgebildet.



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