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11.04.2019  /  Jasmin Schuoler
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UPC beschreitet mit dem Fiber-Spot-Pilotprojekt in Spreitenbach einen neuen Weg – und cablex ist ihr Partner für dessen Umsetzung.

UPC pilotiert die Möglichkeiten der Glasfasererschliessung bis in die Wohnung.

Die Glasfaserkabelerschliessung von einer Zentrale bis in die Wohnungen, für eine sehr hohe Datenübertragungskapazität, ist vermehrt die Anspruchshaltung vieler Bauherren. So auch im Projekt LimmatSpot in Spreitenbach. Für UPC bedeutet dies, neue Wege und Erschliessungsarten zu prüfen, um den Ansprüchen der Bauindustrie gerecht zu werden. Die Verkabelung mit Glasfaser in Gebäuden, sprich die Nutzung der bauseitig erstellten Glasfaserverbindungen, ist für UPC bis dato Neuland und wird ausschliesslich bei grossen Neubauobjekten umgesetzt. Dieses Projekt gehört zu den ersten dieser Art – und cablex wurde mit der Umsetzung beauftragt.

Bis im Frühjahr 2019 wurde in Spreitenbach das Bauprojekt LimmatSpot gebaut, ein Neubau mit 234 Wohnungen sowie Büro- und Gewerbeflächen. Dank der zentralen Lage des Neubaus sind das Pathé Kino, das Shoppi Tivoli, die IKEA sowie verschiedenste Restaurants, Bars und vieles mehr in Gehdistanz erreichbar. Ab 2022 wird zudem die Limmattalbahn einen direkten Anschluss nach Zürich ermöglichen. Damit jedoch nicht genug: Die Bewohner profitieren von Ultrabreitband, welches u.a. den Empfang von hochauflösendem Fernsehen (UHD) auf mehreren Geräten zur selben Zeit ermöglicht sowie schnelles Surfen im Internet. Die Art und Weise der Erschliessung innerhalb der Gebäude wurde dabei vom Bauherrn vorgegeben, deshalb wurde die Erschliessung bis in die einzelnen Wohnungen ausschliesslich mit Glasfaser realisiert. Für diesen Auftrag durften mehrere Anbieter ihr Angebot zur Realisierung des Projekts LimmatSpot einreichen.

Einer dieser Anbieter ist UPC. Für UPC bedeuteten dieser Anspruch und die Vorgabe der Bauherrschaft, ausschliesslich mit Glasfaser zu operieren, neue Wege zu beschreiten. Bis anhin verfolgte UPC mehrheitlich den Ansatz, Neubauobjekte mit Glasfaser zu erschliessen und innerhalb des Gebäudes (Steigzone) ein Breitbandkabel (Koaxialkabel) als Übertragungsmedium zu verwenden. Beim Projekt LimmatSpot in Spreitenbach entschied sich UPC zu einem der ersten Pilotprojekte, welches das Ziel hatte, die operationellen Herausforderungen hinsichtlich Fiber to the home (FTTH), also Glasfaser bis in die Wohnungen im Neubau-Umfeld, genau zu verstehen und entsprechend umzusetzen. Für die bauliche Umsetzung wurde cablex beigezogen.

Glasfaser anstelle Koaxialkabel in der Steigzone
Die Glasfaser, der Lichtwellenleiter (kurz LWL), führt von der Zentrale bis in die Wohneinheiten. Vor dem Bauobjekt wurde eine neue Verrohrung erstellt, welche die Einspeisung ermöglichte. Das LWL-Kabel führt durch diese Verrohrung, durch den Hauseintritt bis in das Rack von UPC. Im Rack von UPC wurden sogenannte "Multi-Dioden-Receiver" (kurz MDR) eingebaut. Diese speziellen Geräte ermöglichen, dass die Kommunikationsdienste von UPC gebäudeseitig ebenfalls auf Glasfasern zur Verfügung stehen. Mit diesen wird eine Zusammenschaltung der weiterführenden Gebäudeverkabelung erst sinnvoll und hoch performant ermöglicht. Die Strecke zwischen dem MDR und der OTO-Dose in den Multimedia-Verteilern (kurz: MMV) innerhalb der 234 Wohnungen wird somit ausschliesslich mit Glasfasern bewerkstellig (FTTH). Die nachfolgenden wenigen Meter zwischen dem MMV und den Breitbandanschlüssen in den einzelnen Wohnräumen wurden mit Breitbandkabeln (Koaxialkabel) aufgebaut. Diese Installation innerhalb der Wohnungen wird auch als "universelle Kommunikationsverkabelung" (kurz: UKV) bezeichnet. Dies entspricht somit exakt dem aktuellen BAKOM-Referenzmodell für FTTH-Installationen und beweist, dass der Infrastruktur- und Technologiewettbewerb auf allen Ebenen spielt und seine Berechtigung im Sinne einer echten Wahlfreiheit für den Endnutzer, den Bewohner, ermöglicht.

Das Team von cablex unter der Projektleitung von Bruno Crainich und Christoph Müller stand unter Zeitdruck. Da es sich bei diesem Projekt sowohl für UPC als auch für cablex um einen Pilot handelte, waren die Prozesse noch nicht automatisiert und es musste entsprechend oft improvisiert werden. Die verwendete Technologie erforderte initiale Schulungen unserer Mitarbeitenden und einen regelmässigen Austausch zwischen UPC und cablex. Dies kostete Zeit und erschwerte zuweilen die Einhaltung von vorgegebenen Terminen. UPC und cablex konnten anstehende Hürden jedoch gekonnt überwinden, sodass die Arbeiten beizeiten abgeschlossen wurden. Mit Stolz dürfen wir verkünden, dass dieses Pilotprojekt termingerecht und erfolgreich gemeistert wurde und als einer der ersten umgesetzten Fiber-Spots von UPC in Betrieb geht!

Ersetzt die Glasfaser auch künftig das Koaxialkabel bei UPC?
Ja und nein. Gemäss Martin Rüegg, Senior Build Operations Manager bei UPC, seien weitere Pilotprojekte mit Glasfasererschliessung bis zum MMV in Planung. UPC erprobt zurzeit verschiedenste Möglichkeiten in vielerlei Projekten, um die nötigen Erkenntnisse für zukünftige Neubauprojekte zu erlangen. Wird ausdrücklich ein durchgängiges Glasfaserkabel für die Erschliessung gewünscht, prüft UPC diese Anforderung von Fall zu Fall. Grundsätzlich hält UPC am bewährten Breitbandkabel (Koaxialkabel), welches heute schon flächendeckend Übertragungsraten von mehr als 1 Gbit/s problemlos ermöglicht, fest. Hierzu werden neue Liegenschaften sehr oft direkt mit Glasfaser erschlossen (FTTB). Auch wenn in der Steigzone gegenüber Glasfaser etwas mehr Platz benötigt wird, kann UPC mit dem Breitbandkabel (Koaxialkabel) dieselbe Datenübertragungskapazität gewährleisten. Es ist ein Trugschluss, dass dies, wie oft medial beworben, ausschliesslich Glasfaser ermöglicht. Klarzustellen ist, dass es für jedes physikalische Medium und für jede darauf angewendete Technologie entsprechende Grenzen gibt. Diese sind heutzutage weitgehend noch nicht erreicht und die verwendeten Übertragungstechnologien (Protokolle) noch nicht ausgereizt. In diesem Sinne kann UPC sämtliche heutigen und zukünftigen Bedürfnisse flächendeckend befriedigen und die Nachfrage nach immer höheren Übertragungsbandbreiten sicherstellen.

Weitere Informationen zum Projekt LimmatSpot sind unter www.limmatspot.ch zu finden.

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"Das Fiberspot-Pilotprojekt in Spreitenbach war ein sehr interessantes und lehrreiches Projekt. Es war anfangs vieles unklar und die UPC-Prozesse sind noch nicht automatisiert. Dank dem sehr hohen Engagement der involvierten UPC und cablex Mitarbeitenden konnte die grosse Herausforderung gemeistert werden. Herzlichen Dank an alle involvierten Personen für ihren grossen Einsatz!", so Martin Rüegg.


Begriff Definitionen.

Ultrabreitband
Rack
Festnetzbasierte Internetgeschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit/s
Halteverrichtung, in der mehrere IT- oder Netzelemente installiert und zu einer Systemgruppe zusammengefasst werden

Quelle: Konzern Swisscom.


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