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29.08.2019  /  Pierre-Yves Delacrétaz/Carolin Primerova
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Das Eisenbahnprojekt CEVA – Cornavin-Eaux-Vives-Annemasse.

Gespräch mit Projektleiter Pierre-Yves Delacrétaz.

CEVA ist die Abkürzung für die neue Eisenbahnlinie Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse in der Region Genf. Das Projekt der Schweizerischen Bundesbahnen SBB und der Nationalen Gesellschaft der Französischen Eisenbahnen SNCF verbindet die bestehenden Schienennetze der Schweiz und Frankreichs zu einem effizienten regionalen Transportsystem. Das Grossprojekt ist die Antwort auf die Entwicklung und das Wachstum im Kanton Genf. cablex war stark in das Projekt eingebunden, und unser Projektleiter Pierre Yves Delacrétaz hat uns einige Fragen zum Projekt CEVA beantwortet.

Was ist deine Aufgabe bei diesem Projekt?
Ich bin Projektleiter für einen der fünf Bahnhöfe des CEVA-Projekts und ausserdem Koordinator für die anderen Bahnhöfe. In dieser Funktion sorge ich dafür, dass alle Bahnhöfe auf dieselbe Weise geplant und die Arbeiten möglichst identisch durchgeführt werden, um dem Kunden den späteren Betrieb zu erleichtern. Das ist eine umfangreiche, aber sehr interessante Aufgabe.

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Das Projekt CEVA ist eine ausgezeichnete Referenz für cablex, sowohl im Eisenbahnbereich als auch ganz allgemein auf dem Gebiet der Infrastrukturen.


Welche Aufgaben hat cablex beim CEVA-Projekt?
Beim CEVA-Projekt installieren wir die Stark- und Schwachstromanlagen in den Bahnhöfen, sind aber auch verantwortlich für bestimmte andere Projekte wie die öffentlichen Anlagen ausserhalb der Bahnhöfe. Das umfasst beispielsweise die Videoüberwachung, die Brandmeldeanlage, die Beleuchtung sowie das Strom- und Glasfasernetz. Diese Aufgaben erfüllen wir an allen CEVA-Bahnhöfen. Für cablex ist das Ganze also wirklich ein Grossprojekt. Derzeit arbeiten 30 Personen auf unseren Baustellen, darunter drei Projektleiter und eine Projektassistentin.

Welche Herausforderungen haben sich gestellt?
Es gibt drei grosse Herausforderungen: Da ist erstens die Koordination aller Unternehmen, die an den Bahnhöfen tätig sind. Das sind momentan rund 20 Unternehmen, die parallel arbeiten müssen, mit allen Planungs- und Sicherheitsvorgaben, die damit einhergehen. Das zweite Problem sind der Zeitplan und die Einhaltung der vereinbarten Fristen. Alle Bahnhöfe müssen zwingend bis Dezember 2019 fertiggestellt werden, also zum Fahrplanwechsel der SBB.

Was macht das Projekt so einzigartig?
Das ist sicherlich die grosse öffentliche Aufmerksamkeit, denn für Genf gilt das Projekt sozusagen als "Baustelle des Jahrhunderts". Aus diesem Grund mischt sich auch die Politik gern ein. Bauherren sind der Kanton Genf und die SBB (sie wird gleichzeitig nach Fertigstellung auch Betreiber der fünf Bahnhöfe), und für die technische Leitung ist die CEVA-Projektleitung verantwortlich. Das macht das ganze Projekt natürlich noch komplexer. Doch das ist noch nicht alles: Vier der Bahnhöfe werden unterirdisch gebaut, was natürlich faszinierend, aber auch besonders schwierig und anspruchsvoll ist.

Welche Bedeutung hat dieses Projekt für cablex?
Für cablex ist das ein sehr wichtiges Projekt. Wir rechnen mit einem Umsatz im zweistelligen Millionenbereich. Mit den verschiedenen Ergänzungen zum ursprünglichen Projekt sowie den Nebenprojekten können wir auch mit entsprechenden Aufschlägen rechnen. Ausserdem ist ein solches Projekt eine ausgezeichnete Referenz für cablex, sowohl im Eisenbahnbereich als auch ganz allgemein auf dem Gebiet der Infrastrukturen.

Wie lange dauert das Projekt? 
Das Projekt wird ungefähr vier Jahre in Anspruch nehmen. Unsere Arbeiten haben 2016 begonnen, und der Grossteil davon konnte zur Inbetriebnahme der Fahrleitung, am 15. Juli 2019, abgeschlossen werden. Die Anlagen werden dann für die Tests mit Zugverkehr freigegeben. Anschliessend erfolgt die Inbetriebnahme durch CEVA und SBB. Die Endabnahme findet Ende 2019 statt.

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