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cablex AG | Tannackerstrasse 7 | 3073 Gümligen |

02.10.2019  /  Carolin Primerova
news

Engineering-Projekt Murg-Walenstadt.

Im Rahmen des Projekts Murg-Walenstadt ist cablex für den Unterhalt der bestehenden Infrastruktur der Lichtwellenleiter (LWL) zuständig und realisiert gleichzeitig den Bau der neuen LWL-Infrastruktur. Hinzu kommt die Planung des gesamten Glasfasermanagements.

Die Instandsetzungsarbeiten des Tunnels erfolgen im Auftrag des Bundesamts für Strassen (ASTRA) auf dem Streckenabschnitt der A3 zwischen Murg und Walenstadt und beinhalten unter anderem die Erhöhung der Sicherheit in fünf Tunneln. Um die Auswirkungen auf den Verkehr so gering wie möglich zu halten, wird zunächst nur die Nordröhre Walenstadt in Richtung Murg in Nachtarbeit saniert. Die Sanierung der Südröhre in Richtung Chur beginnt im Jahr 2020. Die Arbeiten von cablex beziehen sich auf die Verkabelung der SOS-Alarmkästen an der Fahrbahn und in den Querverbindungen sowie auf die Planung, Bestellung, Ausrüstung und Installation der Technikschränke für die LWL-Infrastruktur.

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Ein Arbeiter muss pro Schicht zwei SOS- Alarmkästen installieren. Insgesamt werden auf der Nordseite des Tunnels 4236 Spleissungen durchgeführt.


Installation der Notrufschränke.

Im Rahmen der Tunnelsanierung werden insgesamt 150 SOS-Alarmkästen neu installiert und verkabelt.

cablex installiert in den Alarmkästen das Glasfasersystem, damit für alle Komponenten der Datenaustausch funktioniert. Dazu gehören unter anderem die Notruftelefonanlage, die Brandmeldeanlage, die Energieüberwachung und die Lüftungssensorik. Spleissen, messen, prüfen, in Betrieb nehmen (patchen) sind hier die Aufgaben von cablex.

Diese von cablex ausgeführten Arbeiten stellen sowohl den Datenaustausch zwischen den Geräten im SOS- Alarmkasten als auch den mit der Aussenwelt sicher. Dieser erfolgt via Glasfaser. Glasfaser hat den Vorteil, dass mit ihr über eine längere Distanz problemlos kommuniziert werden kann und dass sie dünner und kostengünstiger ist als Kupferkabel.

Die Installation der SOS-Alarmkästen in den Unterverteilungen in den Querverbindungen ist etwas komplexer und umfangreicher. Hier sind die Verbindungen im Kabelendverschluss (KEV) voll aufgeschaltet. Das heisst, in diesen Schränken sind doppelt so viele LWL-Verbindungen aufzuschalten wie in den Notrufsäulen neben der Fahrbahn. Die zusätzlichen Verbindungen werden für Funk, Polizeifunk und die Übertragung des SOS-Signals benötigt.

Das cablex Team hat pro Tunnel maximal zwei Wochen Zeit für die Installationen. Da der Tunnel tagsüber in Betrieb ist und nur zwischen 20.00 Uhr und 5.00 für die Arbeiten gesperrt wird, herrscht Zeitdruck. Die Arbeiter müssen sich um 4.30 Uhr am Baustelleneingang abgemeldet haben, damit der Tunnel wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Ein Arbeiter muss pro Schicht zwei SOS- Alarmkästen installieren. Insgesamt werden auf der Nordseite des Tunnels 4236 Spleissungen durchgeführt.

Die Installationen in den Zentralen.

cablex hat für diesen Tunnel einen Engineering-Auftrag. Das heisst, die Erstellung der Pläne und die Zuteilung erfolgt durch cablex. Anhand des Plans des Ingenieurbüros wird von cablex der Plan der LWL-Infrastruktur entwickelt.

In den Zentralen werden alle Spleissungen und Installationen von cablex durchgeführt. cablex ist somit für die Versorgung der Fremdschränke verantwortlich und stellt sicher, dass alle Verbindungen "aktiv" sind und klar erkenntlich ist, auf welchem Stecker welches Signal hinterlegt ist. Insgesamt wurden von cablex in neun Zentralen zwölf Technikschränke installiert und angeschlossen. Die Steckungen müssen die Fremdfirmen jedoch aus Gründen der Abgrenzung der Verantwortlichkeiten selbst durchführen.

Massnahmen zur Qualitätssicherung.

Installation nach Vorgabe
Von jedem Bestandteil der zu tätigenden Installationen wird ein Muster angefertigt: ein SOS-Alarmkasten-Muster, ein Muster der Unterverteilung in der Querverbindung und eine Musterinstallation eines Technikschranks. Diese werden durch den Verfasser des Projekts und das ASTRA abgenommen. Aus der Abnahme der Musterinstallation wird eine Vorlage erstellt, die an die Monteure weitergegeben wird. So ist sichergestellt, dass die Vorgaben bei allen weiteren Installationen befolgt werden.

Abschlussdokumentation
Nach der Messung der Verbindungen werden die Messergebnisse dokumentiert. Die Auswertung der Rohdaten der Messungen werden durch eine Software, die sogenannte Fiber Cloud, aufbereitet. Aus diesen Daten wird die Abschlussdokumentation generiert. Pro Verbindung gibt es ein Dokument. Die präzise Auswertung eines Dokuments erfordert einen Arbeitsaufwand von zwei bis drei Stunden. Zusätzlich wird von cablex eine Selbstkontrolle durchgeführt. Dazu wird für die SOS-Melder und die Querverbindungen jeweils eine Checkliste abgearbeitet, um die Qualität der Arbeiten sicherstellen und nachverfolgen zu können. 

Lückenlose Dokumentation
Das ASTRA hat klare Vorgaben zur Gerätenutzung, um die Qualität der Spleissungen zu gewährleisten. Die Geräte dürfen nicht mehr als 1500 Spleissungen mit den gleichen Spitzen ausführen. Da die Spleissgeräte über keinen Zähler verfügen, muss die Anzahl der Spleissungen sorgfältig dokumentiert werden, um dem Kunden die geforderte Qualität zu garantieren. Jedes Spleissgerät ist einer Person zugeteilt. Diese Zuteilung ist im Equipment-Management-System erfasst. Dort ist auch das Servicezertifikat hinterlegt. Der Kunde kann so jederzeit auf Anfrage darüber informiert werden, welches Spleissgerät an welchem Ort im Einsatz war.

Abgrenzung der Verantwortlichkeit
cablex zieht in dem Projekt die Kabel nicht selbst ein – aus diesem Grund ist die Definition der Schnittstelle zwischen den Verantwortungsbereichen Kabelzug und Installation der LWL-Infrastruktur enorm wichtig. Die besondere Herausforderung besteht darin, diese festgelegten Schnittstellen über das ganze Projekt und die Vielzahl der verlegten Kabel konstant zu halten.

VIDEO: Wie erstellt und liest man diesen Plan?

Roger Rüegg erklärt:

cablex AG | Tannackerstrasse 7 | 3073 Gümligen | Telefon 0848 222 539 | cablex.info@cablex.ch