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cablex AG | Tannackerstrasse 7 | 3073 Gümligen |

17.04.2020  /  Carolin Primerova
news

Major Incident in Bulle erfolgreich behoben.

Am 8. April erreichte cablex eine Störungsmeldung allerhöchster Priorität: Die Bohrmaschine einer Baufirma hatte im Zuge der Arbeiten mehrere Glasfaser- und Kupferkabel durchtrennt. Infolgedessen waren in Bulle, Rougemont, Charmey und Château-d'Œx mehrere Tausend Kundinnen und Kunden ohne Internet, Swisscom TV, Mobile Telefonie und Festnetztelefonie. cablex ist stolz auf den unermüdlichen und engagierten Einsatz aller Beteiligten vor Ort und sagt: "Chapeau et merci beaucoup!"

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Insgesamt wurden folgende Installationen vorgenommen:

10 Glasfasermuffen von Swisscom (statt 36)
2 Kupfermuffen
2 Glasfasermuffen für UPC Cablecom


Richard Maillard war es, der am 8. April sofort auf die Meldung des Major Incidents reagierte. Sofort entsandte er den Messtechniker Sam Renou, der das Ausmass der Schäden vor Ort feststellen sollte. Ohne das endgültige Ergebnis der Analyse abzuwarten und ohne den tatsächlichen Personalbedarf zu kennen, leitete cablex in Hinblick auf das bevorstehende Osterwochenende die ausserordentliche Personalplanung ein.

Am Nachmittag stand das genaue Schadenausmass fest:

  • 18 Glasfaserkabel mit 12 bis 432 Fasern
  • 2 Kupferkabel mit 2400 Paaren
  • 1 Glasfaserkabel von UPC Cablecom

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass durch die Fremdeinwirkung ein enormer Schaden entstanden war.

Die Teams von cablex aus der Westschweiz standen in Anbetracht der Dienstunterbrechungen unter Druck. Erschwerend kam hinzu, dass auch das Krankenhaus in Château-d'Œx und alle Notfallnummern im Vallée de la Jogne und Intyamon von dem Schaden betroffen waren. In diesen Gebieten wurden durch verstärkte Polizeipräsenz aus den Regionen Waadt und Freiburg und einer 24-Stunden-Präsenz in den lokalen Verwaltungen entsprechende Massnahmen eingeleitet.

Um effizient zu arbeiten, unterstützte Swisscom die Störungsbehebung durch die Vorgabe der Reihenfolge (nach Priorität 1a bis 3b), in der die Leitungen wiederhergestellt wurden. Ebenfalls noch am selben Tag, dem 8. April 2020, standen zwei Teams mit Glasfaserspezialisten für Vorbereitungsarbeiten zur Verfügung. Um 20.40 Uhr wurde die Ausrüstung bestellt.

Die ersten drei Ersatzkabel wurden schon vor Mitternacht geliefert und die letzten 18 trafen am nächsten Morgen um 8.00 Uhr vor Ort ein. Das Kabelzugteam installierte die Kabel noch am selben Morgen. Gegen 13.30 Uhr waren alle Notdienste, das Krankenhaus Château-d'Œx und die Mobiltelefonie für alle, die vom Schaden betroffen waren, wiederhergestellt.

Der Platz im Schacht war begrenzt.

Der Platz im Schacht war begrenzt, es war nicht möglich, 19 Glasfaser- und zwei Kupfermuffen im selben Schacht zu installieren.

Aus diesem Grund wurden (unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Netzwerkschichten FTTS, FTTB, Intercentral) mehrere Kabel in einer Muffe gespleisst. So konnte die Anzahl der Muffen reduziert werden.

Auch galt es, während der Reparaturmassnahmen die zahlreichen  Schutzmassnahmen in Zusammenhang mit Covid-19 einzuhalten. Die Länge des Kabels ermöglichte, dass mehrere Spleisser-Teams unter Einhaltung des Sicherheitsabstands gleichzeitig die Spleissungen vornehmen konnten.    

Anzahl der Muffen pro Schacht:                                             

  • 5 Glasfasermuffen für Swisscom (statt 18)
  • 1 Kupfermuffe
  • 1 Glasfasermuffe von UPC Cablecom

5 Glasfasermuffen

Insgesamt wurden folgende Installationen vorgenommen:

  • 10 Glasfasermuffen von Swisscom (statt 36)
  • 2 Kupfermuffen
  • 2 Glasfasermuffen für UPC Cablecom

Eine weitere Herausforderung bestand für Richard Maillard darin, 20 Mitarbeitende und 20 Fahrzeuge zusätzlich zu den zehn bereits anwesenden Spezialisten zu koordinieren (aufgrund der vom BAG vorgegebenen Hygienemassnahmen fuhren alle cablex Mitarbeitenden individuell zur Schadensstelle). Zehn Teams wechselten sich bis Samstagmorgen, 11. April um 7.00 Uhr ab, bis alle Dienste vollständig wiederhergestellt werden konnten.

Die cablex Teams haben eine beeindruckende Leistung erbracht.

Die cablex Teams vor Ort haben eine beeindruckende Leistung erbracht und innerhalb von 70 Stunden nach Erhalt der Meldung des Major Incidents folgende Arbeiten bewältigt:

  • Einziehen von 19 x 110 Meter Glasfaserkabel + 2 x 70 Meter Kupferkabel
  • Vorbereitung von 4 Kabelenden 2'400 x 2 + 2 von 600 x 2 + 2 von 200 x 2
  • 2 x 500 Kupferverbindungen
  • Vorbereitung von 76 Glasfaserkabelenden
  • 19 angeschlossene Glasfaserkabel für insgesamt 4460 Spleissungen
  • 2 x 6 geschlossene Glasfaser Spleissungen
  • Wiederherstellung von mehr als 9000 Kunden

All diese Arbeiten hätten niemals durchgeführt werden können ohne:

  • die sehr hohe Motivation und die gute Stimmung aller Mitarbeitenden
  • die Bereitschaft der Mitarbeitenden aus allen Regionen der Schweiz, sich zur Verfügung zu stellen
  • die Unterstützung aller unserer Kollegen und Kolleginnen in anderen Abteilungen
  • die Unterstützung aller unserer Partner
  • die Unterstützung unseres Managements, Daniel Binzegger, Gilbert Granelli und Laurent Boeglin kamen zu einem von allen sehr geschätzten Besuch vor Ort
  • die Unterstützung unserer Lieferanten (Kablan Herr Mathys)
  • die Unterstützung der örtlichen Polizei in Bulle
  • die Unterstützung des Tiefbauunternehmens vor Ort

Besten Dank an alle und schön zu sehen, wie auch unter erschwerten Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie sicher gearbeitet wurde und die Störung trotz des Ausmasses und der Ostertage schnell behoben wurde.

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