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cablex AG | Tannackerstrasse 7 | 3073 Gümligen |

29.07.2020  /  Carolin Primerova
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Modernisierung der Hafenbahn im Dreiländereck.

cablex war von 2017 bis 2020 an den Modernisierungsarbeiten des Gleisverkehrs zwischen den Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) Basel-Kleinhüningen, Birsfelden und Muttenz Auhafen beteiligt. Als Subunternehmer der Siemens AG übernahm die Business Unit Infrastructure die Verlegung der Elektro- und Datenkabel der Sicherheitsanlagen. Zudem wurden Installationen in diversen Verteilungen und an Anschlusskästen im Gleisbereich durchgeführt. Im September 2019 erteilte die Hafenbahn Schweiz AG einen weiteren Zuschlag für den Austausch der Gleisfeldbeleuchtung in Kleinhüningen.

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Als Subunternehmer der Siemens AG übernahm cablex die Verlegung der Elektro- sowie Datenkabel für die Sicherheitsanlagen im Gleis und die Installation der Anschlusskästen. Foto: ©Patrik Walde


Täglich werden in den Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) tausende Tonnen an Gütern umgeschlagen. Denn hier endet der schiffbare Teil des Rheins. Die Hafenbahn Schweiz AG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der SRH und verfügt über ein 50 Kilometer langes Schienennetz zwischen den Rheinhäfen. Da das elektromechanische Stellwerk der Hafeneisenbahn noch aus dem Jahr 1942 stammte und die Anforderungen an die Bahntechnik gestiegen sind, wurde es durch ein elektronisches Stellwerk von Siemens ersetzt.

Vor der Modernisierung wurden alle Sicherheitsanlagen der Hafenbahn lokal – das bedeutet vor Ort – gesteuert. Nun wurden die Steuerungen und Überwachungen der Stellwerke automatisiert und auf die zentrale Leitstelle von Kleinhüningen geführt. Die gesamte Sicherheitsanlage wird somit von Kleinhüningen ferngesteuert, was den Einzug von Elektro- sowie Datenkabeln notwendig machte.

Die Business Unit Infrastructure übernahm als Subunternehmer im Auftrag der Siemens AG die Verlegung der Elektro- sowie Datenkabel für die Sicherheitsanlagen im Gleisbereich und die Installation der Anschlusskästen. Der Kabelzug verlief über Distanzen von bis zu zwei Kilometern, umfasste aber auch sehr kurze Streckenabschnitte von nur 20 bis 30 Metern. Insgesamt wurden rund 40 bis 50 Kilometer verschiedener Kabeltypen verlegt.

 cablex überzeugt durch Erfahrung im Gleisfeld. 

Auf die Frage, in welchem Bereich cablex besonders überzeugen konnte, hebt Projektmanager Assuero Camporesi die Erfahrung mit den vielseitigen Arbeiten im Gleisfeld hervor: "Hier wurde streng darauf geachtet, dass die Sicherheitsmassnahmen eingehalten werden. Damit sind jedoch auch Einschränkungen im Bereich der Arbeiten verbunden", erklärt Assuero und gibt ein Beispiel: "Es steht ein Kabelzug über 700 Meter an. Der bauleitende Monteur, zwei seiner Mitarbeitenden und ein Kabelzug-Team besprechen vorgängig die Situation vor Ort. Dabei definieren sie den Streckenabschnitt, über den das Kabel verlaufen soll, und welches Material benötigt wird.

Durch die Erfahrung mit Arbeiten im Schienenverkehr weiss das Team, dass es nur in Begleitung eines Sicherheitswärters ins Gleis darf – das ist einerseits Vorschrift aber andererseits auch ein zusätzlicher Kostenfaktor. Der Sicherheitswärter kennt den Fahrplan der Züge und warnt die Monteure im Gleis mit einem Signalhorn vor einem herannahenden Zug. Auch wenn die Züge im Schritttempo durch den Baustellenbereich fahren, beträgt der Abstand zwischen Mensch und Maschine manchmal nur einen Meter.

Bei jeder Zugdurchfahrt muss die Arbeit niedergelegt und danach wieder aufgenommen werden. Diese Unterbrechungen müssen bei der Planung mit einbezogen werden. Wichtig ist, Blickkontakt mit dem Zugführer herzustellen, um zu signalisieren, dass man sich gegenseitig gesehen hat", erklärt Assuero weiter. "Auf den Baustellen im Gleis sind Mobiltelefone strikt verboten – das ist allen klar und ebenso selbstverständlich wie das Tragen der Schutzausrüstung und der Sicherheitsschuhe. Unsere Teams wissen, wie man Gleise überquert, dass man sich nicht zwischen zwei Zügen aufhalten darf, und dass man das Gleis hinter einem Zug mit einem Sicherheitsabstand von mindestens fünf Metern zum letzten Waggon überqueren muss. Der Grund dafür ist, dass jederzeit vorne ein Waggon an den Zug angehängt werden kann und sich der Zug durch den Zusammenschluss ruckartig nach hinten bewegen könnte."

Eine weitere Herausforderung bei den Arbeiten im Gleis ist die Logistik, ein geeignetes Depot für das Arbeitsmaterial zu finden, ist nicht immer einfach. Assuero erklärt: "Das Material wird mit einem Gleiswagen transportiert. Dieser muss jedes Mal entladen werden, damit er das Gleis nicht blockiert. Die Alternative ist, den Streckenabschnitt für die Dauer der Arbeiten zu sperren. Dies ist aber nicht immer möglich und wird nur bei grösseren Kabelzügen gemacht. 

Die Sperrungen werden über den Sicherheitschef beantragt und müssen im Voraus angekündigt werden. Deshalb sind Planung, Arbeitsvorbereitung sowie eine perfekt abgestimmte, funktionierende Kommunikation hier unerlässlich."

Zuschlag für den Austausch der Gleisfeldbeleuchtung. 

Den Auftrag für den Ersatz der elektrischen Zuleitungen der Hafenbeleuchtung erhielt cablex als Zusatzauftrag im Zuge des Stellwerkersatzes von der Hafenbahn Schweiz AG. Die Hafenbeleuchtung befindet sich an den Masten, an denen auch die Fahrleitung angebracht ist. Die Verkabelung der bestehenden Beleuchtung war bereits 30 bis 40 Jahre alt und bestand noch aus Papierbleikabeln, die mit Teer oder Öl gefüllt sind. Beim Einzug der neuen Kabel mussten die Monteure darauf achten, dass die bestehende Beleuchtung gleichzeitig und so lange weiter funktioniert, bis die neue Beleuchtung vollständig installiert ist und funktioniert.

INFO: In den drei Hafenteilen Basel-Kleinhüningen, Birsfelden und Muttenz Auhafen werden jährlich bis zu sechs Millionen Tonnen Güter und über 120 000 Container umgeschlagen. Dies entspricht 10 Prozent aller Schweizer Importe. In der Schweiz wird somit jeder vierte Container mit dem Schiff transportiert, in einem der drei Rheinhäfen umgeladen und per Lkw oder Bahn weiterbefördert.

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