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cablex AG | Tannackerstrasse 7 | 3073 Gümligen |

20.04.2020  /  Carolin Primerova
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Netzausbau: Yes, we can!

Zum Surfen, Gamen oder Streamen kann die Internetverbindung nicht schnell genug sein. Schritt für Schritt erschliesst cablex deshalb alle Gemeinden der Schweiz mit schnellen Glasfaserkabeln, welche die "alten" Kupferkabel ablösen. Auch die Gemeinden Ober- und Unterentfelden werden mit Glasfaser ausgebaut – doch woher kommt das Kabel und wie gelangt es in den Schacht?

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Das Glasfaserkabel in Oberentfelden wird von einem fünfköpfigen Team eingezogen. Zwei Männer sind dazu eingeteilt, das Kabel "bereit" zu machen. Sie stellen sicher, dass es ordnungsgemäss an die Bobine (Kabelrolle) angehängt wird.


Damit die Glasfaser später auf mehrere Schächte, Gebäude oder Wohneinheiten aufgeteilt werden kann, wird zuerst ein grosses Hauptkabel (Stammfeeder) in die unterirdisch verlaufenden Kabeltrassen eingezogen. Das hier eingezogene Stammkabel führt 192 Fasern.

Bevor das Stammkabel in den Schacht eingezogen wird, müssen die Vorarbeiten abgeschlossen sein. Die Vorarbeiten bestehen im Schachtumbau und – sofern nötig – im Verlegen neuer Kabelschutzrohre.

Beim Schachtumbau werden die Schächte, in denen später die Micro Can (mCAN) installiert wird, vergrössert oder mit einem neuen Einstieg versehen.

Das passiert in der mCAN: Das optische Signal (Lichtsignal), das über die Glasfaser im Schacht eintrifft, wird von der mCAN in einen elektrischen Impuls umgewandelt. Der elektrische Impuls wird auf das Kupferkabel übertragen und zum Wohnungsanschluss weitergeleitet. Hier ist erklärt, wie die  Umschaltung funktioniert.

Ist die Kabeltrasse, in die das neue Glasfaserkabel eingezogen werden soll, bereits voll belegt, müssen im Rahmen der Vorarbeiten neue Kabelschutzrohre verlegt werden.

In der cablex Fotostory zum klassischen Werkleitungsbau zeigt und erklärt cablex, was dabei auf der Baustelle passiert.

Arbeitsvorbereitung (AVOR) zum Kabelzug.

Gzim Rudaj, Project Manager Construction, ist am Standort Unterentfelden für den Tiefbau und den Kabelzug zuständig. Im Vorfeld des Kabelzugs fallen bei ihm wichtige vorbereitende Massnahmen an: "Ich bestelle anhand der Kabelverlaufsliste das Kabel. Dazu muss ich die Kabelbezeichnung kennen. Ausserdem müssen die Etiketten für die spätere Beschriftung der Kabel vorbereitet werden, damit die Spleisser bei der Montage der mCAN die Kabel zuordnen können", erklärt Rudaj. Zusammen mit seinem Vorarbeiter werden die Pläne zum Kabelverlauf besprochen. Dazu gehört es auch, festzulegen, ob – und wenn ja, welche – Schächte während des Kabelzugs geöffnet werden müssen.

Der Kabelzug.

Startpunkt bei der Verlegung des Glasfaser-Hauptkabels ist immer die Zentrale. Das Glasfaserkabel in Oberentfelden wird von einem fünfköpfigen Team eingezogen. Zwei Männer sind dazu eingeteilt, das Kabel "bereit" zu machen. Sie stellen sicher, dass es ordnungsgemäss an die Bobine (Kabelrolle) angehängt wird. Der dritte Mann stellt die Motorrute bereit. Mit ihr wird das Kabel vorgezogen.

Schritt 1: Die Motorrute wird von einem Schacht aus in das Kabelschutzrohr eingeführt und bis zur Zentrale vorgestossen. Da sich im Rohr bereits andere Kabel befinden, kann zum Schutz dieser Kabel an der Spitze der Motorrute eine Kugel befestigt werden. Damit wird sichergestellt, dass die Motorrute (und somit später auch das Glasfaserkabel) über die übrigen Kabel hinweggleitet und sich nicht "einfädelt". 

Schritt 2: In der Zentrale wird eine Schnur an der Motorrute befestigt. Dann werden die Motorrute und die daran befestigte Schnur wieder in Richtung Einstiegsschacht gezogen. 

Schritt 3: Das Glasfaserkabel wird an der Schnur befestigt und in das Kabelschutzrohr eingezogen. Wichtig ist es, zu beachten, dass in der Zentrale und in jedem Schacht ausreichend Kabelreserve vorhanden ist und die Kabelschilder ordnungsgemäss angebracht werden. 

Schritt 4: Im letzten Schritt der Tiefbau- und Kabelzug-Arbeiten erfolgt die Dokumentation. Die am Schacht vorgenommenen Arbeiten werden auf Fotos festgehalten, um den vorschriftsmässigen Zustand zu belegen. Ausserdem wird der Kabeleinzugsplan ausgefüllt. Darin sind die Metrierung, der Kabelverlauf, der Kabeltyp oder auch die Information, durch wen die Verlegung erfolgte, festgehalten. Diese Angaben sind für den Unterhalt oder zur Behebung einer Störung wichtig.

Arbeitssicherheit.

Da die Schächte sich meistens auf Strassen befinden, muss die Sicherheit der Mitarbeitenden gewährleistet sein. Deshalb spielt die Absicherung der Baustelle eine sehr wichtige Rolle.

Auch der reibungslose Verkehrsfluss muss – zur Sicherheit der Kabelzug-Gruppe und der Autofahrer – gewährleistet sein.

Verkehrslotsen werden aufgeboten, um die Übersicht über die Verkehrssituation zu behalten und so für Sicherheit auf der Baustelle und im Strassenverkehr zu sorgen.

Komplikationen.

Stösst die Motorrute auf ein Hindernis, kann eine Kamerarute in das Rohr eingeführt werden. So kann festgestellt werden, ob zum Beispiel Schmutz oder ein Stein das Rohr blockieren. Die Kamerarute übermittelt die genaue Position des Hindernisses, so dass es gezielt beseitigt werden kann. 

Der nächste Schritt beim Netzausbau.

Sobald die Tiefbau- und Kabelzug-Arbeiten des Teams aus Unterentfelden abgeschlossen sind, geht die Spleissgruppe ans Werk. Sie übernimmt die Montage der mCANs und der Spleissungen. Dazu muss die regelmässige Kommunikation zwischen den beiden Abteilungen reibungslos funktionieren. Regelmässige Meetings und die Führung einer Kabelliste stellen den Informationsaustausch zum aktuellen Status der Arbeiten sicher. Die professionelle, engagierte und teamübergreifende Arbeit, Hand in Hand mit den Kollegen, macht cablex zur Nummer 1 im Netzbau.


Hier  geht es zum Beitrag über den Schachtumbau.

Hier  geht es zur Fotostory über den klassischen Werkleitungsbau.

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