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28.04.2021  /  Carolin Primerova
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Rock'n Roll-out – Fibre's coming home.

Die Gemeinde Oberweningen gehört zu den Pilot-Gemeinden, in denen die Business Unit Wireline Rollout (WRO) Glasfaserkabel bis ins Haus verlegt. Für den Ausbau des Fibre to the Home (FTTH)- Glasfasernetzes wird die neue Splitter-Technologie XGS-PON eingesetzt. Wir geben Einblicke in den Roll-out und zeigen, welche Vorteile XGS-PON bietet.

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Die Business Unit Wireline Rollout wird in diesem Jahr 11 300 sogenannte Building Entry Points installieren und somit 34 000 Nutzungseinheiten mit FTTH erschliessen.


Der FTTH Roll-out – die ersten Schritte.

Die neue Ära des Netzbaus beginnt für die Gemeinden mit einer Anfrage durch Swisscom und der Information über den geplanten Breitbandausbau. Danach folgen Terminabsprachen und die Einholung von Bewilligungen – vom Kanton, von der Gemeinde und den Hauseigentümern. Das cablex Engineering erstellt sodann die Baupläne für den FTTH-Ausbau. Beim letzten Besuch unmittelbar vor Beginn der Erschliessung wird der Gemeinde auch ein Ansprechpartner vorgestellt, der die Arbeiten vor Ort koordiniert. Das ist wichtig, da es im Rahmen der Bauarbeiten auch einmal kurzfristig zu Behinderungen für Verkehrsteilnehmende kommen kann. 

Kabel "fischen" – für das schnellste Netz der Schweiz.

Die Glasfaserkabel verlaufen ausgehend von der Zentrale in Oberweningen unterirdisch durch diverse Kabelrohre bis in die Strassenschächte. Diesen Abschnitt des Kabelverlaufs nennt man auch "Feeder". Von den Strassenschächten aus werden die Kabel dann in die Wohngebiete und schliesslich bis ins Haus eingezogen. Dieser Abschnitt wird auch als "Drop" bezeichnet.

Bis das Glasfaserkabel im heimischen Wohnzimmer ankommt, muss es durch ein regelrechtes Labyrinth geführt werden. Ähnlich wie bei einem ÖV-Liniennetz (siehe Foto) gibt es Kreuzungen und Abzweigungen im Verlauf der unterirdischen Kabelrohre. Wenn viele Glasfaserkabel eingezogen werden, können Engpässe entstehen. Um eine Beschädigung oder ein "Einfädeln" zu vermeiden, müssen während des Kabelzuges gelegentlich Werklöcher geöffnet werden.

Um dies zu umgehen, setzt cablex im Netzausbau Kamerasonden ein. Sie können nach den Glasfaserkabeln in den Rohren "fischen", wenn es mal nicht weitergeht. Das heisst: Die Kabelrute wird von einer Seite aus vorsichtig eingestossen. Von der anderen Seite wird eine Sonde in das Kabelrohr eingeführt, an der sich ein Haken befindet. Mit diesem Haken wird das Kabel "gefischt" und um die Biegung im Leitungsverlauf geleitet. 

So erspart man sich neben Zeit und Kosten auch die Öffnung von Werklöchern und minimiert die Beeinträchtigung von Verkehrsteilnehmenden.

Neue Technologie im Strassenschacht.

Das von der Zentrale kommende Stammkabel verläuft bis in den Strassenschacht im Wohngebiet. Es enthält im FTTH Roll-out je nach Planung 72 bis 432 Fasern. Das Stammkabel wird in eine Muffe geführt, in die je nach Grösse ein oder mehrere Splitter eingebaut werden. Der Splitter wird dann mit einer der 432 Fasern des Stammkabels gespleisst. Der Splitter enthält ein Element aus Quarzglas, welches das Licht bricht und in unterschiedlichen Winkeln ableitet oder "splittet". Eine Faser des Stammkabels kann so über den Splitter bis zu 32 Häuser mit dem schnellen Internet via Glasfaser versorgen. 

Wenn mit einer Faser mehrere Nutzungseinheiten erschlossen werden, nennt man diese Verbindung Point-to-Multipoint (P2MP). Das ist ein enormer Fortschritt gegenüber der bisherigen einfachen Point-to-Point(P2P)-Verbindung, bei der eine Glasfaser nur eine Nutzungseinheit versorgt.

Mit der Splitter-Technologie XGS-PON kann jeder Kundin bzw. jedem Kunden eine Bandbreite von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde angeboten werden. Die Upload- und die Download-Geschwindigkeiten sind dabei gleich, deshalb spricht man auch von einem symmetrischen PON. 

XGS-PON bedeutet also: X = 10, G = Gigabit, S = symmetrical, P = passive, O = optical, N = network

Der Splitter in der Muffe ist der Trennungspunkt zwischen dem von der Zentrale ausgehenden Stammkabel (Feeder-Kabel) und dem Drop-Kabel – so nennt man die Kabel, die den Splitter in Richtung Haus verlassen. 

Die letzten Meter bis ins Haus.

Das Drop-Kabel ist nun in einem Werkloch auf dem Grundstück des Hauseigentümers angelangt. Für jedes Haus gibt es einen Kabeleinzugsplan. Darin sind auch die Kabelnummern und Schächte angegeben, die den Hausanschlusskasten (HAK/BEP) versorgen. Vom Werkloch auf dem Grundstück bis zur Hauseinführung wird zuerst vorsichtig eine Sonde eingestossen und ein Klopftest durchgeführt. Das Klopfen der anschlagenden Sonde signalisiert den Monteuren, wo der Hausanschluss liegt. Der Klopftest in Kombination mit dem Situationsplan gibt die präzise Lage des Hausanschlusses preis und ermöglicht so, die Hauseinführung mit möglichst geringem Grabaufwand (Instandsetzungskosten) zu installieren. Ist das Kabel im Haus der Kundin bzw. des Kunden angelangt, wird die Hauseinführung sorgfältig gegen das Eindringen von Gas und Wasser abgedichtet.

Die Business Unit Wireline Rollout wird in diesem Jahr 11 300 sogenannte Building Entry Points installieren und somit 34 000 Nutzungseinheiten mit FTTH erschliessen.

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