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cablex AG | Tannackerstrasse 7 | 3073 Gümligen |

27.05.2020  /  Carolin Primerova
news

Stahlpfeiler durchtrennt Rohranlage in Lyss.

2200 Kunden nach weniger als 72 Stunden wieder am Netz.

Bei den Arbeiten im Gleisbett des Bahnhofs in Lyss wurde von einer Baufirma eine Rohranlage beschädigt. Diese hatte Stahlpfosten maschinell in den Boden gerammt und dabei mehrere Kupfer- und Glasfaserkabel durchtrennt. Es entstand ein erheblicher Schaden, infolgedessen 2200 Kundinnen und Kunden der Swisscom vorübergehend ohne Internet, TV, Mobilfunk und Telefonie auskommen mussten.

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Eine Baufirma hatte beim "Spriessen" einer Baugrube im Gleisfeld des Bahnhofs in Lyss eine Betonrohranlage zertrümmert.  


Am Donnerstag, den 14. Mai um 11.38 Uhr, zeigten die Systeme des Operation & Monitoring Centre der Swisscom (OMC) plötzlich einen Ausfall von 55 mCANs an. Sofort löste das OMC ein Ticket der höchsten Dringlichkeitsstufe, also mit Priorität 1A. Auch die Baufirma meldete den Schaden umgehend. Doch was war geschehen? 

Erster Tag.

Die Beschädigung.

14. Mai, 11.38 Uhr.
Eine Baufirma hatte beim "Spriessen" einer Baugrube im Gleisfeld des Bahnhofs in Lyss eine Betonrohranlage zertrümmert. Unter "Spriessen" versteht man das maschinelle In-den-Boden-Rammen von grossen Stahlpfeilern (Larssen), die dazu dienen, die Seitenränder von Baugruben abzustützen. Beim Einbringen einer der Larssen meldeten die Systeme der Ramme einen grösseren Widerstand als bei den vorangegangenen Pfeilern. Daraus schloss man auf eine mögliche mechanische Beschädigung einer Rohranlage. Und diese Schlussfolgerung erwies sich als korrekt.

Durchtrennt wurden folgende Kabel:

  • 1 CU 800 x 2 x 0.6
  • 1 CU 800 x 2 x 0.4
  • 1 CU 600 x 2 x 0.6
  • 3 CU 400 x 2 x 0.6
  • 1 BK 12 x 4/1.0
  • 1 Glasfaserkabel mit 12 Fasern
  • 1 Glasfaserkabel mit 288 Fasern
  • 1 Glasfaserkabel mit 48 Fasern

Kabelzug.

14. Mai, 17.30 Uhr bis 15. Mai, 5.30 Uhr.

Kabelzugteams aus der Central-, West- und Ostschweiz, waren in Anbetracht der Priorität der Störung sofort vor Ort. Im ersten Arbeitsgang wurde das beschädigte Rohr aufgetrennt, um die beschädigten Leitungen aus dem Rohrblock freizulegen und zu entfernen. Der Kabelabschnitt zwischen den Schächten und der Schadstelle musste beidseitig entfernt werden. Erst dann konnte mit dem Einzug der neuen Kabel begonnen werden.

Zweiter Tag.

Arbeitsvorbereitung.

15. Mai, 6.30 Uhr.
Im nächsten Schritt wurden die alten Kabel geputzt und nachgenommen. Darunter versteht man das Beschriften der Kupferadern, wobei jede einzelne Ader in nummerierte, gelochte Streifen eingezogen wird. Dies geschieht an beiden Enden des Kabels, damit später die richtigen Adern miteinander verbunden werden können.

Glas- und Kupferspleissungen.

15. Mai, 19.00 Uhr.
Die cablex Teams kamen mit den Spleissungen an den beschädigten Glasfaserkabeln sehr gut voran: Um 19.00 Uhr waren alle Verbindungen wiederhergestellt. Die Spleissarbeiten an dem durch das OMC priorisierte 800er-Kupferkabel waren bis Mitternacht abgeschlossen.

Dritter Tag.

70 Prozent der Kunden wieder am Netz.

16. Mai 15.23 Uhr.
Im Stundentakt wurden ca. 100 Leitungen für die Kundinnen und Kunden freigegeben und die angehängten mCANs wieder in Betrieb genommen. Im Verlauf des Nachmittags wurde das zweite priorisierte 800er-Kabel gespleisst. Bis 18.00 Uhr konnten somit 70 Prozent der Betroffenen wieder ans Netz genommen werden.

Wieder am Netz:

  • 1 CU 800 x 2 x 0.6
  • 1 CU 800 x 2 x 0.4
  • 1 CU 600 x 2 x 0.6
  • 3 CU 400 x 2 x 0.6
  • 1 BK 12 x 4/1.0
  • 1 Glasfaserkabel mit 12 Fasern
  • 1 Glasfaserkabel mit 288 Fasern
  • 1 Glasfaserkabel mit 48 Fasern

Muffen schrumpfen und Schächte reinigen.

16. Mai, 19.40 Uhr.
Nach drei arbeitsintensiven Tagen und Nächten konnten die cablex Teams im Verlauf des Abends des dritten Tages am Abend um 19.40 Uhr auch die letzte der 55 unterbrochenen mCANs in Lyss wieder in Betrieb nehmen. Danach standen nur noch das Richten der Kabel, das Schrumpfen der Muffen und die Reinigung der Schächte an. Um Mitternacht war es so weit: Sämtliche Schächte konnten geschlossen und die Zelte in Lyss abgebrochen werden. 

Wieder hat cablex – dank des Engagements der Mitarbeitenden – bewiesen, wie schlagkräftig das Unternehmen bei der Behebung einer Grossstörung eingreifen kann. Auch Swisscom zeigte sich dankbar dafür, wie die insgesamt acht cablex Teams von St. Gallen, Lausanne, Zürich, Vevey und Genf und natürlich aus der ganzen Region Central nach Lyss kamen und bei ihrem Rund-um-die-Uhr-Einsatz in nur 72 Stunden die 2200 Endkunden wieder ans Netz brachten. 

"Das Know-how und Herzblut unserer Mitarbeitenden hat einmal mehr dazu beigetragen, die Auswirkungen dieser Störung auf die Kunden von Swisscom zu beheben – all dies erfolgte unter ständiger Einhaltung der mit Covid-19 verbundenen hygienischen Bedingungen."
(Gilbert Granelli, Head of Corporate Business)

Smarte Vorbereitung.

Nach einer Grossstörung vor fünf Jahren am Eigerplatz in Bern hatte man für die Region Central einen Anhänger erworben, der speziell für den Einsatz zur Behebung von Grossstörungen ausgestattet ist und alles erforderliche Material enthält, zum Beispiel Notstromgruppen, Beleuchtungstechnik, Abschrankungen und Zelte. Die Teams waren dadurch sofort einsatzbereit und auch die Schichtwechsel gehen dabei besonders schnell über die Bühne.

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