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cablex AG | Tannackerstrasse 7 | 3073 Gümligen |

20.06.2019  /  Carolin Primerova
news

cablex sorgt für Sicherheit im neuen Bözbergtunnel.

Die SBB realisiert mit Implenia im Generalunternehmer-Mandat den Bau des neuen doppelspurigen Bözbergtunnel. Im März 2019 hat man in dem 2,7 Kilometer langen Eisenbahntunnel damit begonnen die Bahntechnik einzubauen. cablex realisiert als Subunternehmer von Implenia den Komplettausbau der Querschläge.                        

cablex ist als Subunternehmer von Implenia im neuen Bözbergtunnel für den kompletten Ausbau der fünf Querschläge verantwortlich, welche ab dem Jahr 2022 im Brandfall als Fluchtwege fungieren werden. Darüber hinaus werden derzeit in den Querschlägen insgesamt zehn identische Technikräume sowie ein Technikraum im Portalbauwerk Effingen eingerichtet.

cablex übernimmt zudem die Installation des beleuchteten Handlaufs, welcher im Notfall Zugführer und Reisende zu den Fluchtwegen leitet sowie die Längsverkabelung, damit die Stromversorgung in den Technikräumen der Querverbindungen gewährleistet ist. Der neue Bözbergtunnel erhält eine redundante Stromversorgung, unterteilt in A- und B-Netz. Nach Inbetriebnahme des neuen Bözberg Tunnel wird der bestehende Tunnel zu einem Dienst- und Rettungsstollen (DRS) umgebaut.

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„Mit den bisher ausgeführten Arbeiten von cablex bin ich sehr zufrieden. Wichtig für uns ist, dass die Termine eingehalten werden um die Inbetriebnahme Ende 2020 sicherzustellen. Mit cablex sind wir auf Kurs.“ Thomas Zieger, Gesamtprojektleiter SBB

Foto: Beleuchteter Handlauf mit Alarmsystem. 


Die Querschläge als Fluchtwege.

cablex realisiert den Komplettausbau der fünf Querschläge als Fluchtwege und installiert in diesem Rahmen Schleusentüren, Beleuchtung und ab 2021 im DRS zusätzlich Belüftungsanlagen und die Stromversorgung. Alle 500 Meter verbindet ein Querschlag den neuen mit dem alten Bözbergtunnel, um im Notfall eine schnelle und sichere Evakuierung der Reisenden zu gewährleisten.

Dass der bestehende Tunnel zum Dienst- und Rettungstunnel ausgebaut werden kann, bezeichnet der cablex Projektleiter Urs Waldner als "Novum". "Hier kann man sogar mit einem Feuerwehrauto, einem LKW oder Bussen in den Tunnel fahren", so Waldner. Die Rettungswege sind derzeit noch nicht in Betrieb, da die Querschläge zum alten Tunnel nicht vollständig durchbrochen werden können, solange dort noch Züge verkehren.

Foto: Querschlag mit Blick auf den Eingang zum Technikraum (links) und Fluchtweg (rechts)

Sobald 2020 der neue Bözberg Tunnel in Betrieb- und der alte Tunnel stillgelegt ist, wird von der Seite des alten Tunnels der Durchbruch in den Querschlag fertig gestellt.  Dazu muss noch einmal ein fünf Meter dicker Gebirgsstock, einschliesslich Mauerwerksgewölbe des bestehenden Tunnels, ausgebrochen werden.

Nach Beendigung der sogenannten Zwischenbetriebsphase im Jahr 2022 und der Inbetriebnahme der Querschläge als Rettungsweg beträgt, die maximale Fluchtdistanz in einen sicheren Bereich maximal 250 Meter.

Um optimale Sicherheit zu gewährleisten, herrscht im Dienst- und Rettungsstollen Überdruck, welcher durch eine von cablex installierte Lüftungsanlage erzeugt wird. Dieser Überdruck gewährleistet im Brandfall, dass der Rettungsweg frei von Rauch bleibt.

Foto: Techniker besprechen mit Projektleiter Urs Waldner (rechts) die Kabelbeschriftung

Zehn Technikräume in den Querschlägen.

In jedem der fünf Querschläge des neuen Bözbergtunnel installiert cablex zwei identische Technikräume für das redundante A- und B-Netz. Hier befinden sich alle Installationen, die die Stromversorgung und Signalweiterleitung der Systeme gewährleisten. Die Technikräume müssen genau den Vorgaben der SBB entsprechen.

Sie verfügen unter anderem über einen Doppelboden, einen Transformator, einen 980-Volt Einspeiseschrank, 400-Volt Unterverteilung, Feuerlöscher, eine Brandmeldeanlage, LED-Beleuchtung, Verkabelungen und Erdungen, Steuerung des beleuchteten Handlaufs sowie eine Anbindung an das SBB-Leitsystem.

Die Sicherheit der Stromversorgung wird durch zwei getrennte Netze sichergestellt.So ist jeder Querschlag mit beiden Netzen ausgerüstet und beide Technikräume werden durch je ein Netz gespeist. Fällt ein Netz aus übernimmt innerhalb von 10 Sekunden das andere seine Aufgabe. So konnte elegant eine Redundanz erstellt werden. Dieses Netz wurde durch cablex erstellt. Als Pilot wurde dabei der BIM-basierte Kabeleinzug getestet. 

Der beleuchtete Handlauf zur Selbstrettung.

Im Nachtrag zur ursprünglichen Ausschreibung hat cablex auch die Montage des beleuchteten Handlaufs "System Woertz" übernommen. Dieser ist ebenfalls Teil der Selbstrettungsmassnahmen und dient im Brandfall als beleuchteter Wegweiser zu den Fluchtwegen. Die Gesamtlänge des Handlaufs beträgt 5.5 Kilometer.

Foto: Musterinstallation beleuchteter Handlauf mit Alarmeinheit

Der Handlauf ist zusätzlich alle 100 Meter mit Alarmeinheiten ausgestattet. Diese lösen neben einem Lichtsignal auf dem jeweiligen Streckenabschnitt auch einen Alarm in der Leitstelle der SBB (LSS-CH) aus. Im Abstand von 50 Metern weisen Fluchtwegsignale auf die Distanz bis zum nächsten Querschlag hin, um eine schnellstmögliche Evakuierung zu gewährleisten.

Foto: Das cablex Kernteam mit Gesamtprojektleiter Urs Waldner (ganz links), Bauleiter und Monteuren

Ein motiviertes Team.

Das sympathische Team um Urs Waldner ist hoch motiviert bei der Arbeit aber auch der Teamgeist stimmt. Zur Mittagspause geht es für alle eine Stunde hinaus ans Tageslicht. Die Männer wissen, wie man es sich nach der harten Arbeit im Tunnel gut gehen lässt und wie man seine Batterien wieder auflädt.

Rund um ihren Baucontainer haben sie sich einen urchigen Platz mit Grill, Tischgarnitur und einer aus Paletten selbstgebauten Lounge hergerichtet. Die Vorfreude auf die Wurst vom Grill zum Lunch ist allen deutlich anzusehen.

Die Geschäftsleitung besucht den Bözberg.

Auch die cablex Geschäftsleitung um CEO Daniel Binzegger hat sich das spannende Tunnelbauprojekt direkt vor Ort angeschaut.

Für den Rundgang im Bözbergtunnel sind alle ins orange Tenü gestiegen. Denn persönliche Eindrücke und der Austausch vor Ort ermöglichen kompetente Entscheide.

cablex Geschäftsleitung vor dem Eingangsportal des Bözbergtunnels


Einige Zahlen zum Auftrag von cablex.

  • Ausrüstung von total 11 Technikräumen, 2 Bahntechnikgebäuden, 2 Schleusen
  • 5'500m beleuchteter Handlauf
  • 8'000m 980V Energieversorgungkabel
  • 12'000m Flachbandkabel
  • 5'000m Erdungskabel
  • 20'000m diverse Niederspannungs- und Installationskabel
  • 3'000m Trasse
  • 650 LED Lampen
  • 11 400V Stromversorgungen (Schaltgerätekombinationen)
  • 11 980V Einspeiseschränke
  • 10 22kVA Trafos
  • 2 16kVA Trafos
  • 2 132kVA Trafos
  • 5 motorisierte Querschlagtüren und 4 Schleusentore
  • Kälte-/Klimageräte
  • Malerarbeiten
  • Fluchtwegbeschilderung und Fluchtwegbeleuchtung
  • Brandmeldeanlage
  • Anbindung an SBB Leitsystem LSS-CH
  • Lüftungsanlage Fluchtwege

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