Abbruch einer Eisenbahnbrücke in Montreux.

Auf dem Streckenabschnitt zwischen Brig und Lausanne sollen zukünftig Doppelstockzüge verkehren. Um dieses Vorhaben der SBB zu realisieren, wird die alte Eisenbahnbrücke in Montreux zunächst abgerissen, um sie entsprechend der gestiegenen Bedürfnisse, am selben Ort wieder neu zu errichten. In der noch bestehenden Brücke verlaufen Rohre, die Kupfer- und Glasfaserkabel von Swisscom führen. Anfang Juni 2020 erhielt cablex den Auftrag, diese Kabel umzuleiten, um den Brückenabbruch zu ermöglichen. Das Zeitfenster von zwei Monaten bis zum Abriss konnte nicht knapper sein.

13.09.2020
Autor Carolin Primerova

Abbruch einer Eisenbahnbrücke in Montreux.

Im Inneren einer SBB-Brücke verliefen Kupfer- und Glasfaserkabel der Swisscom. Um den Abriss zu ermöglichen, musste cablex die Kabel umleiten.

Um die Kabel von Swisscom umzuleiten, hatte das cablex Projektteam der Business Unit CBU gemeinsam mit der SBB und einem Tiefbauunternehmen entschieden, etwa 20 Meter neben der abzureissenden Brücke ein Provisorium zu errichten. Ein Gerüst diente dazu, die Kabelrohre seitlich zu stützen und sie mittels eines Metallstegs über das Gleisbett zu führen. Sobald der Neubau der SBB-Brücke fertiggestellt ist, werden die Kabel an ihren ursprünglichen Platz, im Inneren der Brücke, zurückverlegt.

Der Abriss der Brücke erforderte die Umleitung folgender Kabel:

2 Kupferkabel 1800
2 Glasfaserkabel für Fibre to the Office (FTTO) mit 10 und 120 Fasern
11 Kabel für Fibre to the Home (FTTH)-Anschlüsse:

  • 7 × 432 Fasern
  • 1 × 288 Fasern
  • 1 × 48 Fasern
  • 2 × 24 Fasern

Der knappe Zeitplan erlaubte keinen Spielraum für Fehler.

Der Abriss der Brücke war für Nacht vom 29. auf den 30. August 2020 festgelegt. Somit blieben dem cablex Projektteam nach der Übernahme des Swisscom Mandates im Juni nur zwei Monate Zeit für die Planung und Realisierung der Kabelumleitung. Da die Arbeiten von cablex mit vorübergehenden Netzunterbrechungen verbunden waren, mussten die davon betroffenen Kundinnen und Kunden 20 Tage im Voraus in Kenntnis gesetzt werden – ein Umstand, der den ohnehin knappen Zeitplan zusätzlich belastete. Alle Beteiligten wussten: Es dürfen keine Fehler passieren! Die detaillierte Projektanalyse und die Prüfung der Durchführbarkeit vor Ort hatten oberste Priorität. 

Anhand der Projektanalyse wurden die Spleisspunkte bestimmt. Im Zuge der Prüfung der Durchführbarkeit vor Ort wurden sämtliche Schächte geöffnet, die darin verlaufenden Kabel identifiziert, Muffen freigelegt und die verfügbaren Kabelreserven überprüft. Es war wichtig, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wie viel Platz die Schächte noch für den Einbau neuer Muffen boten. Gleichzeitig wurden die Auswirkungen der Kabelumleitung auf den Strassenverkehr und auf die Buslinien evaluiert, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. 

Im Zuge der Vor-Ort-Analyse entschied sich das Projektteam von cablex auch dazu, die beiden Kupferkabel mit 1800 Adern abzuschalten, zu entfernen und durch ein 200 × 2-Kupferkabel zu ersetzen. Das Entfernen der grossen, nur noch teilweise genutzten 1800er-Kupferkabel schuf den nötigen Platz in den Kabelrohren, um die neuen FTTH- und FTTO-Kabel für die Umleitung einzuziehen.

Diese eingehende Situationsanalyse bildete die Voraussetzung für die Erstellung eines detaillierten Arbeitsplans sowie für die Organisation des zeitlichen Ablaufs der Umschaltung (UMSA). 

Um das Provisorium einzurichten, wurden die Kabel im Bereich vor und nach der Brücke durchtrennt. Somit galt es, pro Kabel zwei neue Muffen zu installieren. Die Kabel des Abschnitts nach der Brücke wurden an der (Kabel-)Reserve durchtrennt. Die neuen Muffen wurden am selben Standort wie zuvor im Schacht platziert. Im Bereich des Kabelverlaufs vor der Brücke, also zwischen Zentrale und Brücke, entschied man sich in Absprache mit Swisscom für ein anderes Vorgehen: Um den Platzbedarf in den Durchgangsschächten zu reduzieren, sollten die neuen Muffen direkt im Kabelkeller der Zentrale installiert werden. 

Der Zeitplan war sehr eng.

Vier bis sechs Teams waren gleichzeitig im Einsatz, damit die Fristen eingehalten werden konnten!

Insgesamt wurden etwa 200 Tage pro Mitarbeitenden für die Montagearbeiten und 60 Tage pro Mitarbeitenden für den Kabelzug eingeplant.

Für jedes der sieben 432-Faser-Kabel wurden zwei Vorbereitungstage eingeplant, gefolgt von drei Tagen für die Umschaltung. Die Unterbrechung der Kabel vor und nach der Brücke geschah synchron, das heisst, die Kabel wurden gleichzeitig getrennt und sofort wieder gespleisst. Die Auswirkung der Kabelumleitung und der UMSA auf die Kundinnen und Kunden konnte auf diese Weise minimiert werden. Die Dauer der Unterbrechung betrug maximal eine Stunde. 

Kabelzug Installation des Provisoriums:

  • 5600 Meter Glasfaserkabel mit 432 Fasern
  • 560 Meter Glasfaserkabel mit 288 Fasern

Im November werden die Glasfaser- und Kupferkabel in Spaltrohre im Inneren der neuen Brücke eingelegt. Die Kabelreserven werden dann in den Schächten vor und hinter der Brücke gelagert. 

Interviewpartner Sébastien Charles Mallaun, Teamleader West Build Wireline bei cablex: "Meiner Meinung nach veranschaulicht dieses Projekt die Qualitäten von cablex sehr gut: die Fähigkeit, sich schnell und effizient zu mobilisieren, um Grosses zu erreichen! Ich möchte ein Lob aussprechen und Danke sagen für die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen und Regionen, für die gegenseitige Unterstützung und Flexibilität, insbesondere während der Ferienzeiten und mit zusätzlichen Einschränkungen durch Corona."

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