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Abnahmekontrolle Mobilefunk Swisscom.

Neue Mobilfunkmasten sowie Anlagen, die umgebaut wurden, müssen mehrere Abnahmeprüfungen durch cablex, Swisscom und das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) bestehen. Auch die Unit Business Excellence (BSE), die bei cablex für die Einhaltung der Sicherheits- und Qualitätsstandards verantwortlich ist, führt regelmässig Stichproben durch.

Carolin Rabea Primerova 1-1
09.08.2021
Autor Carolin Primerova

Abnahmekontrolle Mobilefunk Swisscom.

Sind die Baumassnahmen an einer Mobilfunkantenne abgeschlossen, führen die Installationstechniker anhand einer Checkliste eine Selbstkontrolle nach dem Vier-Augen-Prinzip durch. Danach erfolgt zusätzlich eine cablex-interne Kontrolle durch die Projektverantwortlichen oder Bauleiter. Die neue Mobilfunkantenne in Bellikon wurde von Severin Brandenberger, Bauleiter der Einheit Wireless, und dem Qualitätsverantwortlichen Kurt Eggenberger auf den Prüfstand gestellt. Aus Gründen der Arbeitssicherheit müssen Arbeiten an einem Funkmast immer zu zweit ausgeführt werden.

Bauleiter Severin und Qualitätsexperte Kurt prüfen, ob die neue Mobilfunkinstallation den Bauvorgaben entspricht. Dabei achten sie in erster Linie darauf, dass die gesetzlichen Vorgaben für die NIS (nicht-ionisierende Strahlung) eingehalten werden. Die sogenannte NIS-Prüfung einer neuen oder umgebauten Mobilfunkantenne erfolgt im Wesentlichen in vier Schritten:  

Ausrichtung.

Spezielle GPS-Messantennen geben Auskunft darüber, ob die Ausrichtung der Mobilfunkantennen korrekt eingestellt wurde. Die Ausrichtung der neuen Antennen darf insgesamt höchstens 2 Grad von den Bauvorgaben abweichen. Ist die Toleranz überschritten, muss nachjustiert werden.

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Neigung.

Neben der Ausrichtung der Antenne wird auch der sogenannte mechanische Tilt gemessen. Bei dieser Kontrolle wird mithilfe einer digitalen Wasserwaage die Neigung der Antenne kontrolliert. Entspricht die Neigung nicht den Vorgaben, führt dies zu einer langsamen Datenübertragung und zu einer schlechten Sprachqualität im Kundennetz.

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Messung der Höhe.

In einem dritten Schritt erfolgt die Messung der Antennenhöhe. Weicht die Höhe der Antenne um mehr als 10 Zentimeter von der geplanten Höhe ab, werden die Vorgaben zur NIS nicht eingehalten. Der höchstgelegene Antennenmast befindet sich übrigens auf dem Jungfraujoch auf rund 3450 Metern Höhe.

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Welcher Antennentyp?

"Es gibt viele verschiedene Antennentypen", erklärt Kurt Eggenberger. In diesem Prüfungsschritt wird kontrolliert, ob die richtige Antenne installiert wurde, denn es gibt viele verschiedene Antennentypen mit Unterschieden in Sendeleistung und Sendfrequenz.

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Weitere Qualitäts- und Sicherheitschecks.

Ausserdem kontrollieren Kurt und Severin die Erdung und den Blitzableiter der Mobilfunkantenne. Ob die Montage der Hochfrequenz-Antennenkabel den Vorgaben entspricht, wird mit einem Drehmomentschlüssel überprüft. Der Bauleiter und der Qualitätsverantwortliche stellen in ihrer Kontrolle auch sicher, dass am Mast die Antennenhalterungen korrekt befestigt wurden.

Für die Arbeitssicherheit ist es wichtig, dass das Steigschutzsystem korrekt installiert wurde. Dazu gehört die Kontrolle der Einstiegssperre wie auch der Söll-Führungsschiene und der DIN-zertifizierten Anschlagspunkte.

Zur Sicherheitsprüfung gehört auch, dass das Umfeld der Anlage gegen das Betreten durch Unbefugte gesichert ist.

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Die gesamte Dokumentation der Sicherheitsprüfung wird vom Bauleiter an die Swisscom Datenbank übermittelt. Sobald die Dokumentation im System von Swisscom korrekt und vollständig ist, leitet Swisscom ihrerseits eine Abnahmeprüfung ein. Auch die Kantone führen Stichprobenkontrollen durch, um die Einhaltung ihrer gesetzlichen Vorgaben zu kontrollieren. Das BAKOM überwacht und kontrolliert den gesamten Prozess.

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