Freileitungstransport mit Drohnen.

Austragungsort des dritten Pilotprojektes mit Lastendrohnen war die Meiersalp im Kanton St. Gallen – ein waldiges kleines Wandergebiet im Toggenburg. Dieses Mal wurden 17 Freileitungsmasten mit einem Gesamtgewicht von circa 1500 kg mit den Drohnen der italienischen Firma FlyingBasket ins Tal transportiert. Dieses Projekt war für alle Beteiligten eine neue Erfahrung und wurde erfolgreich ausgeführt.

28.04.2022
Autor Martina Strazzer

Freileitungstransport mit Drohnen.

Ausserordentlicher Einsatz.

Dieser Drohnenflug war revolutionierend. Zum einen, weil die Steuerung der Drohne durch das unzugängliche Gelände sehr viel Vorbereitung und Konzentration erforderte. Zum anderen, weil die Drohne zum ersten Mal eingesetzt wurde, um Freileitungsmasten mit einem Gewicht von bis zu 80 kg zu transportieren. Ähnliche Einsätze erfolgten bisher ausschliesslich mit Helikoptern.  

Das A und O der Vorbereitung.

Die Vorbereitungsarbeiten waren umfangreich und nahmen einige Zeit in Anspruch. Neben dem BAZL-Bewilligungsverfahren für den Flug der Drohne wurden von cablex vor Ort alle Anwohner und Landwirte im Detail über die Flugrouten informiert. Es wurden Signalisationen an den Alpwegen installiert sowie Stromquellen zum Aufladen der Drohnenbatterien organsiert und in Betrieb genommen.

Selbstverständlich mussten im Vorwege auch alle Arbeiten im Zusammenhang mit dem Rückbau der Freileitungen abgeschlossen werden. Die genaue Position der abgelegten und auf den Abtransport wartenden Masten wurde grafisch erfasst und es wurden alle am Projekt beteiligten Personen informiert. Ein ausführliches Sicherheitsbriefing vor Beginn der Arbeiten vor Ort ist in jedem Fall ein fester Bestandteil jedes Drohneneinsatzes.

Warum Drohneneinsätze?

Bei diesem Drohneneinsatz stand der gesundheitliche Schutz unserer Mitarbeitenden im Vordergrund. In der Regel wird der Abbruch und Austausch von Freileitungsmasten von unseren cablex Kolleginnen und Kollegen per Hand vorgenommen. In unwegsamem Gelände ist dieser Einsatz gefährlich und kraftzehrend. Die Drohne könnte zukünftig die Rolle des Lastentransportes übernehmen. 

Grundsätzlich möchten wir mit dem Pilotprojekt prüfen, ob die notwendige Operationalisierung (Werkzeuge, Abläufe, Kosten, Qualität, Sicherheit) erreicht werden kann, um vielleicht schon im zweiten Halbjahr 2022 mit den Lastentransporten mittels Drohnen real und konkurrenzfähig im operativen Bereich von cablex Wireless und cablex Field Services zu starten.

Entscheid im Jahr 2022.

Die Pilotphase wird in den nächsten Monaten abgeschlossen. Unter anderem ist noch ein Materialtransport direkt zum Monteur auf die Antenne geplant. Mit Herzblut und Engagement werten wir alle Erkenntnisse aus und verfolgen die weiteren Entwicklungen auf dem Markt. Unser Ziel ist es, neue Technologien dort einzusetzen, wo sie die täglichen Arbeiten erleichtern und sich wirtschaftlich rechnen lassen. Der Einsatz von Lastendrohnen könnte also im nächsten Jahr bereits fester Bestandteil bei unserer täglichen Arbeit sein.  

Wer die beiden ersten Drohnenflüge für den Materialtransport nochmals Revue passieren lassen möchte, kann diesen beiden Links folgen:   

•    Materialtransporte mit Hilfe von Drohnen.
•    Zweiter Drohnen-Pilotcase von cablex.

 

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