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Was hinter der Sperrung entsteht.

Was das rote X über Ihrer Fahrspur leistet, vollbringt es in Millisekunden. Was dahintersteckt, entsteht über Monate — am Tag auf dem Pannenstreifen, nachts auf der gesperrten Fahrbahn. Ein Blick hinter die Absperrung. 

Carolin Rabea Primerova 1-1
19.06.2026
Autor Carolin Primerova

Ein bekanntes Signal — und Arbeit, die Verkehrsteilnehmer nicht sehen.

Sie kennen das Bild: Ein Unfall auf der Autobahn, und Sekunden später leuchtet das rote X über der gesperrten Spur auf. Kamera, Detektor, Glasfasernetz, Leittechnik, Verkehrsmanagement-Zentrale, zurück zum Signal — alles in Echtzeit. 

Was das System so zugänglich macht, ist genau das, was es unsichtbar macht: Es funktioniert einfach. Das Signal erscheint. Der Verkehr reagiert. Stausituationen werden entschärft. Unfallstellen werden signalisiert, Leben geschützt. 

Öffnet man ein solches Fahrspursignal, zeigt sich, was hinter der schlichten Oberfläche steckt: Hunderte farbiger Drähte — rote für rote Signale, grüne für grüne. Präzisionsgeschliffene Glaslinsen bündeln das Licht so, dass das Signal sowohl im grellen Aussenbereich als auch tief im Tunnel einwandfrei erkennbar bleibt. Eine 230-Volt-Zuleitung speist das Gerät, ein Netzteil transformiert auf 24 bis 48 Volt, die Steuereinheit reagiert auf den Befehl des übergeordneten Verkehrsleitsystems. 

Was nach einem kompakten Metallgehäuse hoch über der Fahrbahn aussieht, ist das sichtbare Ende einer langen Kette — und cablex liefert diese gesamte Kette. 

Zwei cablex Monteure befestigen ein LED-Lichtsignal an einem Stahlträger an der Tunneldecke im Honeret-Tunnel.
© by cablex (1/5)

Montage eines Lichtsignals im Honeret-Tunnel

Projektleiter Patrick Baumgartner zeigt während einer Nachbegehung des Tunnels die im Aussenbereich installierte Signalisation.
© by cablex (2/5)

Nachtbegehung der Signalisation im Aussenbereich den Honeret

Zahlreiche Kabel sind in einem Verteilkasten angeschlossen und übersichtlich verlegt.
© by cablex (3/5)

Verteilkasten mit Kabelanschlüssen

Neu montiertes LED-Lichtsignal im Aussenbereich vor dem Honeret-Tunnel bei Nacht.
© by cablex (4/5)

LED-Lichtsignal vor dem Honeret-Tunnel

cablex Monteure installieren die Signalisation am Tunnelportal des Honeret-Tunnels.
© by cablex (5/5)

Installation der Signalisation am Tunnelportal

Im Einsatz rund um die Uhr — Monate lang.

Der Abschnitt Honeret liegt auf der offenen Strecke zwischen dem Limmattalerkreuz und Urdorf Nord und Süd — der letzte Streckenabschnitt im Freien, auf dem cablex in diesem Grossprojekt arbeitet. Danach folgt die Sanierung der ersten Gubriströhre, mit der das Gesamtprojekt „Gesamtsanierung Zürich Nordumfahrung“ seinen Abschluss findet.

cablex arbeitet auf dem Abschnitt Honeret – je nach Sanierungsphase – in der Nacht oder am Tag. Tagsüber laufen die Arbeiten auf dem Pannenstreifen, parallel zum fliessenden Verkehr und ohne Sperrung. Was dort konkret gemacht wird, beschreibt Patrick Baumberger, Projektverantwortlicher Tunnel Honeret:

Patrick Baumberger, Projektleiter Tunnel Honeret:

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"Im Bereich Standstreifen werden alle Verkabelungen vorbereitet, um die anstehenden Sperrungen während der Nacht vorzubereiten wo anschliessend auch die Signale über den befahrenen Streckenabschnitten angebracht werden. Auch werden die Anschlusskästen (Verteilungen) bereits angeschlossen mit den Signalabgängen. Die Kabel auf den Portalen oder Brücken werden anschliessend aufgerollt deponiert, wo sie in der Nacht abgegriffen werden können."

Sobald um 21 Uhr die Nacht-Sperrung in Kraft tritt, wechselt der Rhythmus in den Einröhrenbetrieb mit Gegenverkehr. Das heisst, der gesamte Verkehr beider Fahrtrichtungen wird einspurig durch die noch offene Tunnelröhre geleitet. Die Sperrung gilt bis 4 Uhr morgens, dann muss alles wieder offen sein. Gearbeitet wird von Sonntagnacht bis Donnerstagnacht — fünf Nächte die Woche.

Von März bis Ende Juni 2026 summiert sich das allein in dieser Phase auf über 100 Sperrungen — über alle Projektjahre seit 2017 sind es deutlich mehr. Allein im Abschnitt Honeret sind vier bis sechs Personen sowohl in Tag- und Nachtschicht im Einsatz.

 

Was cablex im Abschnitt Honeret realisiert.

Das Los D4-6 umfasst die Errichtung neuer Signalträger sowie die Signalisation entlang der Nordumfahrung Zürich.

Die neue Signalisation ermöglicht es der Verkehrsleitzentrale (VLZ) der Polizei, den Verkehr auf diesem Autobahnabschnitt gezielt zu steuern und bei Ereignissen schnell zu reagieren. Verkehrsteilnehmende werden in Echtzeit über Störungen informiert und bei Bedarf auf alternative Routen umgeleitet.

Der Auftrag von cablex beinhaltet die Montage aller Signalaggregate, deren Verkabelung sowie den elektrischen Anschluss und die Inbetriebnahme sämtlicher Signale entlang des Abschnitts.

Die Aggregate umfassen:

  • Fahrstreifenlichtsignal (FLS: die bekannten grünen Pfeile und roten X)
  • Wechselsignale – LED/Prismenwechselsignale (Geschwindigkeitssignale und Gefahrenzeichen)
  • Vollgrafische LED Informationssignale
  • Statische Signalisation Ampeln, Blinker
  • Verkehrsdetektoren (VDE)

cablex übernimmt die gesamte Montage, Verkabelung und Inbetriebnahme — von der Erschliessungsinstallation bis zum fertig angeschlossenen und geprüften Signal. Die Partner Signal AG und Walter AG liefern ihr Material am zentralen Installationsplatz an.

Um die Dimension zu veranschaulichen: Über das Gesamtprojekt Nordumfahrung Zürich hat cablex bisher mehr als 2'000 Signale montiert, das Glasfasernetz auf der gesamten Strecke — von der Vorzone bis tief in die Gubriströhren — realisiert sowie rund 90 Kameras für die Videoüberwachung auf über 20 Kilometern Strecke installiert und in Betrieb genommen.

Ist die Signalisation abgeschlossen, wird der Fahrbahnbelag erneuert. So läuft die Sanierung: Gewerk für Gewerk, Abschnitt für Abschnitt, ohne dass der Betrieb der Autobahn je komplett unterbrochen wird.

Patrick Baumberger, Projektleiter Tunnel Honeret

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"Die Abstimmung der optimalen Auslastung der Sperrfenster mit unseren Teams und der vorhandenen Infrastruktur musste jede Woche neu ausgelegt werden da sowohl bestehende Rückbauten wie auch neu Installation im Aussenbereich oder Tunnel das gesamte Fachwissen der Mitarbeitenden vor Ort abverlangte."

Ein weiteres Kapitel einer langen Geschichte.

Die A1 zwischen dem Limmattalerkreuz und der Verzweigung Zürich-Nord ist eine der meistbelasteten Autobahnachsen der Schweiz: über 120’000 Fahrzeuge täglich, an 350 Tagen im Jahr Stau. Der Bund investiert rund 1,5 Milliarden Franken in den Ausbau der Nordumfahrung Zürich — eine neue dritte Gubrist Röhre, die Sanierung der bestehenden Röhren, der Ausbau auf durchgehend sieben Spuren. Wie man das umsetzt, ohne den Verkehr je vollständig zu stoppen: das ist die eigentliche Ingenieursleistung.

Für cablex begann die Geschichte 2017 mit dem ersten Los auf der offenen Strecke zwischen Seebach und Affoltern. Es folgten die Glasfaserinstallationen und Signalmontagen in der neuen dritten Gubriströhre (eröffnet April 2023), der Abschnitt Dietikon–Schlieren, die Verzweigung Zürich Nord bis zum Anschluss Affoltern einschliesslich dem Stelzen- und dem Katzenseetunnel und anschliessend die Instandsetzung der zweiten Röhre — die inzwischen wieder in Betrieb ist.

Der Abschnitt Honeret ist ein weiteres Kapitel dieser Geschichte: der letzte Abschnitt im offenen Bereich. Danach folgt die erste Gubriströhre — ein kompletter Innenrohbau: Fahrbahn, Entwässerung, Werkleitungskanäle und die gesamte Betriebs- und Sicherheitsausrüstung. cablex wurde bereits für diese Etappe vorgesehen.

Die erste Gubriströhre ist seit 1985 in Betrieb — höchste Zeit für eine umfassende Erneuerung. Nach dem mängelfreien Abschluss der dritten Röhre brachte es Projektleiter Enos Pizio auf den Punkt: 

«Wir sind stolz, dass cablex mit viel Herzblut einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der Infrastruktur einer der meistbefahrenen Strecken der Schweiz leisten durfte.»

Was das für Infrastrukturverantwortliche bedeutet.

cablex bringt in dieses Umfeld drei Dinge mit:

  • Erfahrung: Seit 2017 auf diesem Projekt. Das Fach- und Erfahrungswissen bleibt im Unternehmen — weil alle Arbeiten mit eigenen Mitarbeitenden ausgeführt werden.
  • Prozessdisziplin: Über 100 Nacht-Sperrungen allein in dieser Projektphase (300 Sperrnächte total), koordiniert mit Verkehrsführung, Materiallieferung und Folgegewerken — ohne Betriebsunterbruch.
  • Kontinuität: Weiterbeauftragung für die erste Gubriströhre. Weil der Aufbau von Vertrauen in kritischer Infrastruktur Zeit braucht — und sich lohnt.

Nächste Station: Erste Gubriströhre.

Sobald der Abschnitt Honeret abgeschlossen und der Fahrbahnbelag erneuert ist, beginnt die letzte grosse Etappe der Nordumfahrung: die Sanierung der ältesten Gubriströhre. Vollständiger Innenrohbau, neue Entwässerung, neue Betriebstechnik, neue Signalisation. 2027 wird cablex auch dort im Einsatz sein.

Projektinformation
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Signalmontage im Honeret: Was hinter den Absperrungen entsteht.

Seit neun Jahren erneuert cablex die Nordumfahrung Zürich — Nacht für Nacht, Abschnitt für Abschnitt. Ein Blick in den Abschnitt Honeret.

Carolin Rabea Primerova 1-1
Zwei Männer in orangefarbener Schutzbekleidung stehen in einem Tunnel, der gerade saniert wird

Ein Projekt der Infrastruktur-Modernisierung mit Zukunftsvision.

Tunnel Bubenholz: cablex modernisiert die Beleuchtung – parallel zum Betrieb, ohne Unterbruch, zukunftssicher bis zur Gesamtsanierung 2030.

Carolin Rabea Primerova 1-1
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